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Predigten zu Markus 10,45

"Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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WARUM WURDE JESUS GEBOREN?

Hier sehen wir einen Aspekt der Weihnachtsgeschichte, der nicht oft erwähnt wird: Diese zarten, kleinen Kinderhände, die der Heilige Geist in Marias Leib geschaffen hatte, waren dazu bestimmt, mit Nägeln durchbohrt zu werden. Diese rosa Babyfüße würden eines Tages den staubigen Weg Richtung Golgatha gehen, um dort an ein Kreuz genagelt zu werden. Das fröhliche Kindergesicht mit den funkelnden Augen und dem anmutigen Kindermund sollte zu einer bestimmten Zeit mit einer Dornenkrone gekrönt werden. Der weiche und warme Körper, eingewickelt in flauschige Tücher, würde schon bald von einem Speer durchbohrt werden.

Jesus wurde geboren, um zu sterben. Meine nun aber ja nicht, ich wolle deiner Weihnachtsfreude einen Dämpfer verpassen. Das liegt mir wirklich fern – denn Jesu Tod, obwohl von Menschen mit bösen Absichten ausgedacht und ausgeführt, war in keinerlei Weise eine Tragödie. Tatsächlich handelt es sich um den gewaltigsten und überragendsten Sieg, den jemals jemand über das Böse errang.


Autor: Jakob Kroeker (* 1872; † 12.12.1948) wichtigster Vertreter des freikirchlichen russländischen Protestantismus
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Von der Reichsgottesoffenbarung im Sohn.

"Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, dass Er sich dienen lasse, sondern dass Er diene und gebe seine Seele zum Lösegeld für viele."

Jesu Reichsgottesbotschaft ist königlich groß in ihrem Dienst. Wenn wir von der Reichsgottesbotschaft Jesu sprechen, so reden wir von Jesu selbst. Er selbst in seiner Person war die Botschaft. Im Leben Jesu sprach alles. Jesus redete nicht allein durch das Wort. Er sprach durch sein Leben, ja durch alles, was mit diesem seinem Leben verbunden war. Und in diesem seinem Leben war alles königlich.

Ja, Jesus, Du warst mehr als einst Salomo auf Davidischem Königsthron, als Nebukadnezar mit seiner Weltmacht, als Ahasveros in der Schaustellung seines Glanzes, als Alexander in seinen Eroberungen und als die Cäsaren in ihren Machtbestrebungen und in ihrer Selbstvergötterung.

Selbst in deiner Knechtsgestalt lebtest Du als Sohn in der Königsherrschaft Deines Vaters! Du hast in deinem Wort und in deinen Handlungen, in deinem Sterben und in deinem Auferstehen die Herrschaft und Majestät Gottes sehen lassen über alles Fleisch. Und da all dein Dienen aus der Welt des Vaters floss, war alles bei dir königlich, weit erhaben über den Glanz und die Macht irgendeines menschlichen Königtums. Wie königlich war z.B. das Sprechen Jesu. Wie stand hinter jeder Botschaft an das Volk, hin_ter jeder Unterweisung seiner Jünger, hinter jeder Antwort an seine Feinde, hinter jedem Ausdruck seiner Hoffnung die Welt Gottes. Daher wirkte seine Rede auch so stark. Sein Wort stellte den Menschen unerbittlich vor eine innere Entscheidung. Seine Botschaft löste bei den Mühseligen und Beladenen eine Freude und Hoffnung aus, wie diese sie nie gekannt hatten. Unter der Wucht seiner Rede innerlich stehend, sprach daher das Volk: "Er redet ja als einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten." Wahrlich, ein Vergleich, der bezeichnend war für den gewaltigen Unterschied zwischen der Botschaft Jesu und der Unterweisung auch der gewaltigsten Thoralehrer.

Oder wie königlich stand Jesus den Leiden seiner Zeit gegenüber. Er hat lange nicht alle Kranken seines Volkes geheilt. Wo Er aber die Voraussetzung für die Offenbarung der Herrschaft Gottes über Leben und Tod fand, da stand Er nicht ohnmächtig und ratlos da, wie wir oder auch die Jünger es vielfach mussten. Warum Jesus nicht noch viel mehr Kranke geheilt hat, als uns in den Evangelien berichtet ist, wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass in dem Einmaligen oder in dem Wiederholten seiner Handlungen eine Herrschaft Gottes sichtbar wurde, die sowohl das Leben wie den Tod beherrscht.