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Predigten zu Markus 16,19

"Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes."

Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Er sitzet zur rechten Hand Gottes."

Versenken wir unseren Geist in diesen erhabenen Begriff. Zur rechten Hand Gottes haben wir unseren hochgelobten Heiland zu suchen. Dort thront er in Herrlichkeit und Macht. Von dort schaut er hernieder auf die Seinen, und dorthin blicken sie, wenn sie Kraft und Trost und Hilfe suchen. An mehreren Stellen kommt dieser majestätische Ausdruck vor. Schon David singt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege (Ps. 110, 1). Markus erzählt in seinem knappen, markigen Stil: Der Herr ward aufgehoben gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes (Kp. 16, 1 9). Dorthin blickte Stephanus in seiner Todesnot und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen (Apost. 7, 55). In den Episteln, besonders im Hebräerbrief, kommt der Ausdruck vor in Verbindung mit der Herrlichkeit des ewigen Hohenpriesters. Ja, Jesus selbst, in der Stunde, da er ausgeliefert wurde in der Menschen Hände und, gebunden und verhöhnt, vor dem hohen Rate seines Volkes stand, sprach: Ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft ,(Mt. 26, 64).

Meine Seele freut sich hoch der Majestät meines königlichen Herrn und beugt sich in Anbetung zu seinen Füßen.

Er, der in Todesnächten Die Hölle überwand, Der Held zu Gottes Rechten, Er hat mich Freund genannt.


Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Damit ist die Sache Jesu Christi und Seines Reiches endgültig entschieden. Ob es uns gefällt oder nicht — diese Sache ist entschieden. Es ist eigenartig, mit welcher Hartnäckigkeit der rebellische Mensch diese Entscheidung immer wieder anzufechten versucht. Der Hohe Rat in Jerusalem fing damit an, daß er den endgültigen Sieg Jesu bestritt. Er trat in einen Kampf gegen Jesus ein, in dem er unterlag. Nachher waren es die römischen Caesaren, die meinten, sie könnten das Reich Jesu Christi auf Erden ausrotten. Sie sind darüber gestorben, und ihr Reich ist zerfallen.

Viele sind seitdem in ihren Spuren gegangen. Mit Schrecken und durch Gewalt, mit der Feder und mit der Macht des menschlichen Geistes versuchte der Mensch den Kampf gegen Jesus aufzunehmen. Und er wird nicht davon ablassen, bis der Herr wiederkommt. Unter allem Sinnlosen, was in der Menschenwelt geschieht, ist dies das Sinnloseste. Denn dieser Kampf ist immer schon entschieden, ehe er begonnen wird. Jesus ist Sieger. Dies sagt das Wort: „Er ward aufgehoben gen Himmel."

Das sollten alle Christenleute aber auch recht in ihr Herz fassen. Es will uns so leicht bange werden um die Kirche Jesu Christi, wenn der Teufel gar so mächtig tobt. Immer wieder fragt da die Christenheit: „Wie wird dieser Streit ausgehen?" Nun, er ist schon „ausgegangen" und zu Ende. Jesus ist aufgehoben zur Rechten des Vaters. Und alle Welt wird dem Sieger sich beugen müssen, wenn Er wiederkommt in Herrlichkeit. Amen.