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Predigten zu Markus 8,23

"Und er faßte den Blinden bei der Hand und führte ihn aus dem Dorfe hinaus; und als er in seine Augen gespützt hatte, legte er ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn vor das Dorf hinaus, spie ihm in die Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sähe."

Der Herr wandte ein verächtliches Heilmittel an: Er spuckte auf seine Augen. Der Heiland benutzte den Speichel seines Mundes oft als Heilmittel. Es scheint mir, dass der Gebrauch des Speichels das Öffnen der Augen mit dem Mund des Herrn verband, das heißt, es verband die Erleuchtung des Verstandes mit der Wahrheit, die Jesus Christus ausspricht. Das geistliche Auge wird durch die Lehre geöffnet, die Jesus Christus spricht. Es war nichts als Speichel, und es ist möglich, dass Gott euch gerade durch die Wahrheit segnet, die ihr früher verachtet habt, und es würde mich nicht wundern, wenn er gerade den Mann benutzt, gegen den ihr am bittersten gekämpft habt. Du nennst es "Speichel", aber nichts anderes wird deine Augen öffnen. Du sagst: "Das Evangelium ist eine sehr gewöhnliche Sache." Gerade durch solch eine gewöhnliche Sache sollst du das ewige Leben erhalten.

Ich denke, dass viele von uns bei der eigenen Bekehrung erfahren haben, dass der Herr unseren Stolz damit züchtigt, dass er sagt: "Diese armen Leute, von denen du so gering gedacht hast, werden dir zum Segen werden, und mein Diener, gegen den du so viele Vorurteile hattest, soll der Mann sein, der dir den vollkommenen Frieden bringt."

Du denkst daran, dass der Herr keine Myrrhe oder Weihrauch, keine teuren Medikamente, sondern nur gewöhnlichen Speichel zur Heilung des Blinden benutzte. Wenn du geöffnete Augen hättest, so würdest du sehen, dass dir die tiefen, göttlichen Wahrheiten nicht durch die Philosophen und Denker unserer Tage nahegebracht werden und dass derjenige, der dich auffordert, dem Herrn Jesus zu vertrauen und dadurch zu leben, dir eine bessere Wahrheit vorlegt als Philosophen. Du würdest erkennen, dass derjenige, der dir sagt, dass im Herrn Jesus alle Schätze der Weisheit verborgen liegen, dir mit dieser einfachen Darlegung mehr sagt, als du von Sokrates und Plato lernen könntest, wenn sie wieder von den Toten auferständen.