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Predigten zu Offenbarung 12,7

"Und es entstand ein Kampf in dem Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel;"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel."

Beständig wird Streit sein zwischen den beiden großen Mächten, bis dass die eine oder andre vernichtet sein wird. Friede zwischen dem Guten und Bösen ist eine Unmöglichkeit; schon der blosse Versuch dazu wäre ein Sieg der Mächte der Finsternis. Michael wird allezeit streiten. Seine heilige Seele wird von der Sünde gekränkt und kann sie nicht ertragen. Jesus wird stets des Drachen Feind sein, und zwar nicht in einem ruhig verharrenden Zustande, sondern tätig, eifrig, voll Entschlossenheit, das Böse zu vernichten. Alle seine Diener, seien es die Engel im Himmel, oder seine Boten auf Erden, wollen und müssen streiten; sie sind zu Kriegshelden geboren; unter dem Kreuz bekräftigen sie den Bund, dass sie dem Bösen keine Ruhe gönnen wollen; sie sind eine tapfre Schar, wacker zur Verteidigung und stürmisch zum Angriff. Die Pflicht eines jeden Kriegers im Heere des Herrn ist täglicher Kampf mit dem Drachen von ganzem Herzen, von ganzem Gemüte und aus allen seinen Kräften. Der Drache und seine Engel wollen dem Andrang nicht weichen; unaufhörlich schlagen sie drein und sparen keine Waffe, keine List und keine Kraft. Wir sind Toren, wenn wir meinen, Gott ohne Kampf dienen zu können; je eifriger wir sind, umso mehr müssen wir uns auf die Angriffe der höllischen Schergen gefasst machen. Die Brautgemeinde kann träge werden, nicht aber ihr gewaltiger Gegner; sein rastloser Geist lässt den Kampf keinen Augenblick ruhen; er hasst den Weibessamen und möchte ihn verschlingen, wenn er könnte. Die Diener Satans teilen seine Wut und sind ein rühriges Geschlecht. Der Kampf wütet ringsum, und vom Frieden zu träumen, ist nutzlos und gefährlich. Gott Lob und Dank, wir kennen den Ausgang des Kampfes. Der große Drache wird verworfen und auf ewig vernichtet, während Jesus und die Seinen die unverwelkliche Krone empfangen. Wetzen wir unsre Schwerter, und bitten wir den Heiligen Geist, Er wolle unsre Arme zum Kampfe stärken. Je heftiger der Kampf, umso herrlicher die Krone. Jeder auf seinen Posten, ihr Kreuzes-Streiter, und möge der Herr den Satan im Bälde unter seine Füße treten.