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Predigten zu Offenbarung 12,10

"Und ich hörte eine laute Stimme in dem Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte."

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Herabgeworfen wurde der Verkläger unsrer Brüder, der sie vor unsrem Gott Tag und Nacht verklagt."

Der Satan ist ein Mörder und Betrüger, er verführt und greift an; aber heute verlegt er sich vor allem auf das Verklagen. Der Himmel verheimlicht das nicht, und auch jeder Christ muss das erkennen. Tag und Nacht verklagt er uns, und seine Anklagen, die nicht unbegründet sind, bringt er vor unser eigenes Gewissen, denn er weiss, gerade dort fehlt uns die Kraft, ihn zu bekämpfen. Er möchte uns dahin bringen, dass wir verzweifelt denken: "Ich bin ein hoffnungsloser Versager! Mit mir kann Gott nie etwas anfangen!" Das Gewissen ist ein kostbares Ding, aber ständig zu sagen: "Ich bin zu nichts nütze! Ich bin zu nichts nütze!" - darin besteht christliche Demut nicht. Unsere Sünden bekennen ist etwas Heilsames, aber wir sollten es nie so weit treiben, dass unsere Sündigkeit uns schließlich grösser erscheint als das Heilswerk Christi. Der Teufel weiss ganz genau, er hat keine wirksamere Waffe gegen den Christen, als diese Täuschung hervorzurufen. Gibt es ein Gegenmittel? Ja, nämlich sich vor Gott schuldig bekennen. Ihm musst du bekennen:

"Herr, ich bin zu nichts nütze!" Aber dann denke an das kostbare Blut, blicke von dir auf seine Herrlichkeit und füge hinzu: "Aber in dir bin ich geborgen!"


Autor: Martin Luther (* 10.11.1483; † 18.02.1546) theologischer Urheber der Reformation
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Was wir dem Teufel entgegnen sollen

Wenn nun Sünde und Teufel kommen und sich mit dir anlegen wollen, wie musst du dich dann gegen sie rüsten und dich verteidigen? Was musst du tun oder sagen, um sie fortzujagen? So musst du es machen: Wenn die Sünde kommt und dich anklagt und sagt: »Dies und das hast du getan, wo willst du nun bleiben?« Wenn sie ruft: »Du bist verloren und gehörst in die Hölle, denn du bist gar kein Christ, und dort ist dein Platz!«, dann antworte: »Ich habe gesündigt, das weiß ich wohl. Weil ich aber ein Christ bin, geht mich das nichts mehr an, denn es gibt einen, der Christus heißt. So kommt denn allesamt her – Sünde, Tod und Teufel. Lasst uns zu Christus gehen, ob er auch Sünde oder dergleichen an sich trägt. Ich weiß aber sicher, dass ihr an ihm nichts finden werdet. Darum sage ich: Sünde, Tod und Teufel und alles, was mich sonst noch anklagt, ich gehöre nicht zu denen, die sich vor euch fürchten, denn Christus, mein lieber Herr, hat mir seinen Sieg geschenkt, wodurch ihr völlig zertreten worden seid. Und wegen dieses Geschenks trage ich meinen Namen. Ich bin ein CHRIST und weiter nichts! Meine Sünde und mein Tod haben am Karfreitag an seinem Hals gehangen, aber am Ostertag war alles verschwunden und verschlungen. Diesen Sieg hat er mir geschenkt. Darum will ich auf euch nicht mehr hören.«


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Das Hirtenamt: Ein wahrhaft gefährlicher Beruf

Pastoren gelten bei den Versicherungsagenturen als Leute, bei denen sie das geringste Wagnis eingehen – vom körperlichen Risiko aus betrachtet stimmt das wohl auch. Trotzdem ist das Hirtenamt einer der gefährlichsten Berufe! Der Hass des Teufels auf den geisterfüllten Diener wird nur noch von seinem Hass auf Christus selbst übertroffen. Die Ursache für diesen Hass ist unschwer zu entdecken. Ein brauchbarer christlicher Diener ist ein beständiges Ärgernis für den Teufel, eine Bedrohung für sein Reich, eine Widerlegung seiner besten Argumente und einer, der ihn hartnäckig an sein kommendes Gericht erinnert. Kein Wunder, dass er ihn hasst! Satan weiß: Wenn ein Prophet Gottes ins Straucheln gerät, so ist das ein großer Sieg für die Hölle, daher gibt er weder tags noch nachts Ruhe, ihm heimlich in seinem Dienst Schlingen zu legen. Vielleicht ist der Giftpfeil ein besseres Bild, weil er sein Opfer nur lähmt. Denn ich glaube, der Teufel hat wenig Interesse daran, den Diener tatsächlich zu töten. Ein unbrauchbarer, halb toter Diener ist eine bessere Adresse für die Hölle als ein guter Mann, der gestorben ist! So sind die Gefahren, die den Prediger bedrohen, eher geistlicher Natur, obwohl der Feind auch mitunter durch körperliche Schwäche versucht, zu der Seele des Predigers vorzudringen!