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Predigten zu Offenbarung 9,4

"Und es wurde ihnen gesagt, dass sie nicht beschädigen sollten das Gras der Erde, noch irgend etwas Grünes, noch irgend einen Baum, sondern die Menschen, welche nicht das Siegel Gottes an ihren Stirnen haben."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Allein die Menschen, die nicht haben das Siegel Gottes an ihren Stirnen

Diese Stelle weist uns zurück auf das 7. Kapitel, mit seiner großartigen Beschreibung des Engels, der da aufstieg von der Sonne Aufgang, und das Siegel Gottes in der Hand hatte. Mit großer Stimme hatte er den vier Engeln zugerufen, denen es gegeben war, zu beschädigen die Erde und das Meer (Kap. 7,3).

Das Siegel Gottes! Was es auch in diesem bilderreichen, hieroglyphischen Buche sagen mag, so kennen mir doch seine Bedeutung in allen Episteln. Die Versiegelten haben keinen Zweifel über ihre persönliche Annahme bei Gott, sie erfahren es innerlich, dass sie mit so festem Bande an Ihn geknüpft sind, dass weder Leben noch Tod es auflösen kann. Ihr Leben trägt die Prägung seines Bildes und seine Überschrift. Sie gehen in der Welt umher, unter der schützenden Begleitung seiner hohen Engel, die den Auftrag haben, sie sicher ins Vaterhaus zu bringen. Sie sind gesalbt zu Königen und Priestern. Welcher bedeutsame Schluss lässt sich ziehen aus dem abwehrenden Gebot an jene vier Engel, und der Unantastbarkeit der Versiegelten! Wenn die unheimlichen Reiterscharen, die vom Engel versiegelten Knechte Gottes nicht berühren durften, so können wir – da wo keine solche Warnung ausgesprochen und kein Schutz uns gewährt wird – daraus schließen, dass Gott zu einem besonderen Zweck, dem Schmerz, dem Kummer und dem Tode erlaubt, uns zu beschädigen – einem Zweck, den wir erst werden richtig schätzen können, wenn wir im Lichte stehen. Wenn Er, der die Macht hat, den Widersacher abzuhalten, ihn nicht abhält, so müssen die Angriffe, die unser schwaches Schifflein durch und durch erzittern machen, von Ihm gewollt und für uns verordnet sein, und wir müssen es wagen, aufzublicken in sein Angesicht und zu sprechen: „Es ist der HErr, Er tue, was Ihm wohlgefällt.“