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Predigten zu Philipper 2,9

"Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist,"

Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Die größte Ehre im Leben: Christi Ruf zu folgen

Der niedrigste Mensch, der dem Ruf zur Nachfolge Christi folgt, erlangt eine weit höhere Ehre, als sie je einem König oder Potentaten zuteilwurde – denn die Völker dieser Erde können nur solche Ehren verleihen, die sie besitzen, während die Ehre Christi weit über das hinausgeht. Gott hat Ihm einen Namen gegeben, der jeden anderen Namen überragt! Weil dies so ist und von den himmlischen Intelligenzen verstanden wird, müssen ihnen die Methoden, die wir anwenden, um Menschen zur Nachfolge Christi zu überreden, äußerst unlogisch, wenn nicht geradezu falsch vorkommen. Evangelikale Christen bieten Christus gewöhnlich als Medizin für ihre Beschwerden an, als Weg aus ihren Sorgen, als schnelles und bequemes Mittel, um die eigenen Zwecke zu verwirklichen. Die Botschaft wird oft so dargestellt, dass in dem Hörer der Eindruck entsteht, er müsse eine Menge aufgeben, um noch mehr dadurch zu gewinnen. Und das ist nicht richtig, so gut es gemeint sein mag! Wir sind nicht zu Händlern berufen, die allerhand gute Dinge vorstellen sollen, die von Nutzen sind, wenn man die richtigen aussucht. Niemand kann zu Christus kommen, wenn er die Vorstellung hat, dabei einen selbstsüchtigen Gewinn zu machen. Die Errettung kommt nicht durch die »Annahme des vollbrachten Werkes« oder indem man »sich für Christus entscheidet«. Sie kommt, indem man an den Herrn Jesus Christus glaubt, an den ganzen, lebendigen, siegreichen Herrn, der als Gott und Mensch unseren Kampf geführt und gewonnen hat, der unsere Schuld als die Seine ansah und dafür bezahlte, der unsere Sünden auf sich nahm und ihretwegen starb, und der auferstand und uns die Freiheit schenkte. Dies ist der wahre Christus, und unter dem geht es nicht!


Autor: Hermann Bezzel (*18.05.1861; † 08.06.1917) deutscher lutherischer Theologe
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Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist.

Er hat ihm, der bei ihm schon den Namen „mein Sohn, mein Erbe, mein Kind“ hatte, noch einen höheren Namen geschenkt: mein Sieger, mein Held, mein Friedefürst, mein Knecht und Auserwählten an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Arm ist der Herr ausgezogen aus dem Vaterhaus, reicher, denn er war, kehrt er heim. Er hat Vaterglück und Vaterehre und Vaterhaus verlassen, aber als Knecht, der dem ganzen Willen des Vaters gehorsam war, und als Sohn der Ehre kehrt er heim. Nun ist ihm der Name gegeben, der über alle Namen ist: Jesus Christus, der um Gehorsamstreue Gesalbte, der im Todeskampf Bewährte, in Höllentiefen Bewahrte, ohnegleichen, ohne Maß und ohne Ende.


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist.

Der Apostel schildert in unserm Textkapitel unsern Herrn Jesum Christum in seiner Niedrigkeit, in seiner Knechtsgestalt und sagt von ihm, er sei gehorsam gewesen bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum habe ihn Gott erhöhet. Der Herr ist für uns in den Himmel eingegangen, und wir sind berufen zu seiner Herrlichkeit. Da ist es nötig, dass wir uns immer wieder den Weg vergegenwärtigen, auf dem er uns zur Herrlichkeit vorangegangen ist: es ist der Weg der Niedrigkeit, der Armut, der Demut, des Gehorsams. Mit diesem Wege müssen alle sich vertraut machen, die ihm nachfolgen wollen. Wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöhet werden, gilt jedem Christen. Dieser Weg ist entgegengesetzt dem Wege der Kinder dieser Welt; sie lieben Selbsterhöhung, äußern Glanz und Reichtum und statt Gehorsam, Unabhängigkeit und Selbstsucht. Diese böse Art ist uns angeboren, und wenn wir Jesu nachfolgen wollen, so geht es nicht ohne Sterben unseres eigenen Wesens. Wir müssen vor allen Dingen gehorsam werden, unsern Willen unter des Vaters Willen beugen, uns von ihm führen lassen. Daran hängt alles; das ist der Weg zur Erhöhung. Jesus als der Menschensohn, als der zweite Adam, ist als unser Bahnbrecher diesen Weg für uns gegangen, und will nun durch seinen Geist unser Führer sein, dass wir, unsere Art verleugnend, ihm nachfolgen können zu seiner Herrlichkeit, die er von Ewigkeit her beim Vater hatte, und an der nun auch seine Menschheit Teil hat. Vor ihm müssen sich noch aller Knie beugen und alle Zungen bekennen, dass Er der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Jesu ganzer Gang, von Bethlehem bis auf den Thron, sein ganzes Werk hienieden und sein königlich priesterliches Walten im Himmel dient zur Ehre Gottes, des Vaters. Darin üben sich seine Nachfolger hienieden: sie beugen Knie und Herzen vor dem durch den Vater erhöhten Heiland und lernen es, sich ganz unter ihn, als ihren Herrn zu stellen, so dass aller verborgene und feine Hochmut in den Tod gegeben wird, und auf diesem Wege wird auch durch sie der Vater verherrlicht; nicht vor der Welt, sie versteht es nicht, aber vor denen, die in Gemeinschaft der Leiden Jesu und in Ähnlichkeit seines Todes zur Herrlichkeit sich führen lassen.

Vater unseres Herrn Jesu Christi! Auch ich möchte Dich verherrlichen. Wirke in mir durch Deinen Geist, dass alles Hohe, alles Selbstsüchtige in mir sterbe und ich in Demut und Niedrigkeit meinem Heiland nachfolgen möge. Amen