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Predigten zu Philipper 4,22

"Es grüßen euch alle Heiligen, und besonders die aus des Kaisers Hause."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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EINE UNFREIWILLIGE ZUHÖRERSCHAFT

Leid muss nicht immer körperlicher Natur sein. Manchmal erleben wir auch emotionalen oder mentalen Schmerz. Paulus war ein Gefangener in Rom, als er den Philippern seinen Brief schrieb. Er wurde in seinem Dienst sehr beschnitten; nichtsdestotrotz erklärt er den Philippern, dass seine Gefangenschaft dennoch zur Ausbreitung des Evangeliums beiträgt. Da er an die römischen Soldaten gekettet war, hatte er die Möglichkeit, sie für den Herrn zu gewinnen (V.13).

Offensichtlich führte das zu einer gewissen Erweckung im Hause des Kaisers, und es wurden einige gerettet, wie unser heutiger Vers beweist. Die Soldaten hatten keine Ahnung, mit wem sie es da zu tun hatten; sie meinten, es handle sich nur um einen Gefangenen, doch tatsächlich zählten sie zur unfreiwilligen Zuhörerschaft eines gewaltigen Evangelisten. Das ist wirklich ein Paradebeispiel dafür, wie man sich inmitten einer denkbar frustrierenden und entmutigenden Situation trotzdem freuen kann.


Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Es grüssen euch alle Heiligen, ganz besonders aber die aus dein Hause des Kaisers."

Bist du schon der Gemeinde begegnet, wie sie Paulus in Epheser 1,18 kennzeichnet, wo er sagt, in ihr sei "der Reichtum seines herrlichen Erbes bei seinen Heiligen" ? Oder wie er sie in 1. Korinther 6,11 beschreibt: ... "abgewaschen ... geheiligt ... gerechtgesprochen durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unseres Gottes" ? Das, wirst du sagen, betreffe die Stellung der Gesamtgemeinde, aber der Zustand der Einzelgemeinden sei völlig anders. Nein, damit ist die Wirklichkeit, das tatsächliche Sein der Gemeinde, überhaupt beschrieben. Als Paulus an die Römer schrieb, war er nicht so ängstlich wie manche seiner Übersetzer. Er sagte "berufene Heilige", sie dagegen fanden es zu gewagt, dies wörtlich zu übersetzen, und um ihre Auffassung von geistlichen Dingen zu sichern, übersetzten sie "berufen, heilig zu sein" . Wenn wir bloss dazu berufen sind, wie lange müssen wir dann warten, bevor wir es tatsächlich sein können? Gottlob, wir sind Heilige!