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Predigten zu Psalm 100,2

"Dienet Jehova mit Freuden; kommet vor sein Angesicht mit Jubel!"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Dienet dem Herrn mit Freuden."

Freude am Gottesdienst ist ein Zeichen der Begnadigung. Wer Gott dient mit traurigem Antlitz, weil Er etwas tut, was ihm nicht gefällt, dient Gott ganz und gar nicht; er huldigt dem Herrn zum Scheine, aber es fehlt das innere Leben. Unser Gott begehrt keine Sklaven zum Dienst an seinem Throne; Er ist der Herr des Reichs der Liebe und will, dass seine Diener sich in die Livree der Freude kleiden. Die Engel dienen ihrem Herrn mit Lobpreisen, nicht mit Seufzen und Stöhnen; ein Murren oder Grämen wäre ein Laut der Empörung unter ihrer Heerschar. Aller Gehorsam, der nicht freiwillig ist, ist Ungehorsam, denn der Herr siehet das Herz an, und wenn Er siehet, dass wir Ihm aus Zwang dienen, und nicht aus freier Liebe zu Ihm, dann verwirft er das Opfer unsres Gehorsams. Ein Gottesdienst, der mit Freuden geschieht, ist Herzensdienst und wahrhaftiger Gottesdienst. Nehmet dem Christen die Freudigkeit des freien Entschlusses, so raubt ihr ihm das Zeugnis, dass sein Gottesdienst aufrichtig und ernst sei. Wenn ein Mensch in den Kampf muss getrieben werden, dann ist er kein Vaterlandsfreund; wer aber in den Kampf stürmt mit flammendem Auge und freudigem Antlitz, mit dem Schlachtgesang im Munde: "Süss ist der Tod fürs Vaterland," der zeigt, dass er sein Vaterland von Herzen lieb hat. Freudigkeit gibt Kraft und Mut; in der Freude des Herrn sind wir stark. Sie hilft alle Schwierigkeiten überwinden, alle Hindernisse besiegen. Sie ist für unsre Pflichterfüllung das, was das Öl für die Räder eines Eisenbahnzuges. Ohne Öl wird die Achse bald heiss, und es ereignet sich ein Unfall; und wenn keine heilige Freude vorhanden ist, die unsre Räder salbt, dann wird unser Geist in seinem Laufe bald gehemmt. Ein Mensch, der in seinem Gottesdienst fröhlich ist, zeigt, dass der Gehorsam sein Element ist; er darf jauchzen und singen vor seinem Herrn. Lieber Christ, wir wollen die Frage ins Auge fassen: Dienest du dem Herrn mit Freuden? Wir wollen der Welt und den Leuten, die unsre Gottesfurcht für Sklavendienst halten, zeigen, dass sie unsre Freude und Wonne ist. Unsre Freudigkeit müsse laut verkündigen, dass wir einem guten Herrn dienen.


Autor: Hermann Friedrich Kohlbrügge (* 15.08.1803; † 05.03.1875) niederländischer reformierter Theologe

Dienet dem Herrn! d. i. übergebet euch dem Herrn ganz so wie ihr seid, dass er euch zubereite nach seinem Willen, wie den Ton der Töpfer, dass er euch mache, wie er will, dass ihr sein sollt, dass er euch regiere mit seinen Gesetzen. So wird denn alle Welt durch dieses Wort los und frei gemacht von dem Dienste des Vergänglichen und der Eitelkeit und hinübergebracht in den Dienst der Freiheit der Kinder Gottes, auf dass alle Welt Frucht habe von solchem Dienen, nämlich Herrlichkeit und Schmuck unter ihrem Herrn und das Ende: ewiges Leben. – Dienet dem Herrn mit Freuden; die vollkommene Liebe treibt jede Furcht aus. Der Sünde und dem Teufel kann man nicht mit Freuden dienen. Der Geist aber sagt mit diesen Worten aus, was für Diener der Herr haben will, nämlich solche, die da dienen nicht mit Murren und Widerwillen, nicht mit Argwohn, nicht darum, weil sie nicht anders können oder dürfen, sondern die da vor ihm dienen mit fröhlichem Gesang; denn die Gnade macht einen freiwilligen, einen frohen, lustigen, seinem Herrn singenden und spielenden Diener. Dem Herrn wird nicht gedient nach Geboten, die man sich selbst gemacht, oder welche nur Menschenlehre sind, sondern damit, dass man sich ihm zum Dienste mit Freude und Frohsinn ergibt, mit Seele und Leib und allen Gliedern, und das ist gerade der Dienst, der ihm gefällt.

Darum, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Jauchz' Erde, jauchzet überall!
Erhebt den Herrn mit frohem Schall!
Kommt, tretet vor sein Angesicht,
dient ihm, erfreut in seinem Licht.


Autor: Hermann Friedrich Kohlbrügge (* 15.08.1803; † 05.03.1875) niederländischer reformierter Theologe

Dienet dem Herrn! d. i. übergebet euch dem Herrn ganz so wie ihr seid, dass er euch zubereite nach seinem Willen, wie den Ton der Töpfer, dass er euch mache, wie er will, dass ihr sein sollt, dass er euch regiere mit seinen Gesetzen. So wird denn alle Welt durch dieses Wort los und frei gemacht von dem Dienste des Vergänglichen und der Eitelkeit und hinübergebracht in den Dienst der Freiheit der Kinder Gottes, auf dass alle Welt Frucht habe von solchem Dienen, nämlich Herrlichkeit und Schmuck unter ihrem Herrn und das Ende: ewiges Leben. – Dienet dem Herrn mit Freuden; die vollkommene Liebe treibt jede Furcht aus. Der Sünde und dem Teufel kann man nicht mit Freuden dienen. Der Geist aber sagt mit diesen Worten aus, was für Diener der Herr haben will, nämlich solche, die da dienen nicht mit Murren und Widerwillen, nicht mit Argwohn, nicht darum, weil sie nicht anders können oder dürfen, sondern die da vor ihm dienen mit fröhlichem Gesang; denn die Gnade macht einen freiwilligen, einen frohen, lustigen, seinem Herrn singenden und spielenden Diener. Dem Herrn wird nicht gedient nach Geboten, die man sich selbst gemacht, oder welche nur Menschenlehre sind, sondern damit, dass man sich ihm zum Dienste mit Freude und Frohsinn ergibt, mit Seele und Leib und allen Gliedern, und das ist gerade der Dienst, der ihm gefällt. Darum, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!

Jauchz' Erde, jauchzet überall!
Erhebt den Herrn mit frohem Schall!
Kommt, tretet vor sein Angesicht,
dient ihm, erfreut in seinem Licht.


Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken."

Dienen heißt in der Sprache der Schrift: einem Höheren unterworfen, untertan, zugehörig sein. Der Diener hat die Befehle seines Herrn auszurichten, ihm aufzuwarten, auf seine Weisungen zu achten. Alle, die den Herrn Jesum Christum in Wahrheit aufgenommen haben, sind eben damit in seinen Dienst getreten. Ihm sind sie untertan als ihrem König. Ihm gehören sie an als ihrem Befreier. Seine Befehle auszurichten und seinen Willen zu tun ist ihre Aufgabe und ihr Vorrecht. Man dient dem Herrn nicht nur, wenn man ein besonderes Amt hat, oder geistliche Arbeit tut. Nein, der ganze Tageslauf kann ein fortgesetzter Gottesdienst sein. Das ist es, was ein Leben reich, interessant und wahrhaft glücklich macht. Darum sagt uns unser Psalm: Dienet dem Herrn mit Freuden. Sein Dienst ist Freiheit.

Fasse dein Leben heute unter diesem Gesichtspunkt auf, liebes erlöstes Gotteskind. Du wirst deine Hausarbeit, deine gewöhnlichen und außergewöhnlichen Pflichten viel freudiger tun, wenn du dich dabei erinnerst, dass dein Herr sie dir aufgetragen hat. - Wer dem Herrn mit Freuden dient, wird schon hier öfter, in aller Stille, mit Frohlocken vor sein Angesicht treten dürfen; denn ihm zu dienen ist glücklich sein.

Herr, lehre mich in allem meinem Tun und Lassen Deinen Willen zu erfüllen. Lass mein ganzes Leben in Deinem Dienste zugebracht sein!


Autor: Hermann Bezzel (*18.05.1861; † 08.06.1917) deutscher lutherischer Theologe
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Dienet dem Herrn mit Freuden.

Mancher denkt: So gut wenn ich es einmal hätte, dass ich keine Pflicht mein eigen nennen müsste! O lieber Christ, der beste Tag ist doch nur der, an dem ich dienen darf und kann. Dienen auf der Kanzel, dienen in allerlei Fragen des Berufes, dienen dem Ärmsten und Reichsten. Alle sind wir Diener Gottes seit unserer heiligen Taufe. Ja, wie sollen wir ihm denn dienen? Mit ganzem Herzen, mit dem Herzen der Treue, das nichts Besseres kennt als seinen Gott, mit dem Wort der Wahrheit, das nichts höheres wählt als sein Lob, mit dem Werk der Echtheit, das nichts Bedeutenderes will, als etwas Ganzes vor Gott zu sein. Soll ich vielleicht von der Welt fliehen, hinausgehen in die Wüste, einsame Wege ziehen? Diene deinem Herrn da, wo er dich hingestellt hat, und du dienst ihm recht.