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Predigten zu Psalm 113,1

"{Lobet Jehova! } Lobet, ihr Knechte Jehovas, lobet den Namen Jehovas!"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Lobpreis ist das wichtigste Opfer des Volkes Gottes an allen seinen erhabenen Festen. Gebet ist die Myrrhe und Lob der Weihrauch, und beides muss dem Herrn dargebracht werden. Wie könnten wir Gott um Gnade für die Zukunft bitten, wenn wir Ihn nicht preisen für die Liebe in der Vergangenheit? Der Herr hat alles Gute für uns vollbracht, lasst uns Ihn dafür anbeten! Wenn Gottes eigene Knechte Ihn nicht preisen, wer soll es dann tun? Der Name des HERRN wird in den ersten drei Zeilen dreimal gebraucht. Das mag von denen, die etwas von der Lehre der Dreieinigkeit wissen, als eine nur schwach verhüllte Anspielung auf dieses heilige Geheimnis verstanden werden. Vater, Sohn und Heiliger Geist sollen alle gepriesen sein als der eine, einzig lebendige und wahre Gott. Während sie Ihn laut preisen, sollten die Menschen Ihn auch mit dem Schweigen ihrer Herzen anbeten, indem sie Seinem Namen Verherrlichung, Seiner Sache Erfolg und Seiner Wahrheit Sieg wünschen. Indem der Psalmist den »Namen« des HERRN erwähnt, lehrt er uns, alle Eigenschaften des Höchsten zu preisen, aus denen sozusagen Sein Name zusammengesetzt ist. Wir sollen nicht über Seine Gerechtigkeit oder Seine Strenge streiten noch sklavisch Seine Macht fürchten, sondern Ihn so annehmen, wie wir Ihn in dem inspirierten Wort und entsprechend Seinem Handeln erkennen, und Ihn als solchen lieben und preisen. Wir brauchen dem HERRN keinen neuen Namen zu geben oder neue Eigenschaften zu erfinden; denn damit würden wir einen falschen Gott aufrichten. Jedes Mal, wenn wir über den Gott der Bibel nachdenken, sollten wir Ihn preisen und Seinen erhabenen Namen nie ohne freudige Ehrfurcht aussprechen.

Vom frühen Morgen bis zum Abenddämmern sollten ununterbrochen Loblieder zum Thron des HERRN aufsteigen; vom Osten bis zum Westen sollte ihm von dem ganzen Erdenrund nichts als Anbetung zu Seiner Verherrlichung dargebracht werden. So sollte es sein, und wir danken Gott, dass wir glauben dürfen, es werde auch einmal so sein. Wir glauben, dass bevor sich auf diese Welt drohend der Abend herabsenkt, der herrliche Name des HERRN allen Nationen verkündet wird und alle Völker Ihn den Gepriesenen nennen werden. Bei der ersten Verkündigung des Evangeliums wurde der Name Gottes vor allen Völkern verherrlicht. Wird es nicht in viel stärkerem Maß der Fall sein, bevor das Ende kommt? Auf jeden Fall ist es der Wunsch unserer Herzen. Bis dahin lasst uns eifrig jeden Tag mit dem Lob des HERRN heiligen.

Obwohl die Heiden Ihn nicht kannten, war der HERR ihr Herrscher; ihre Götter waren falsche Götter und ihre Könige Marionetten in Seiner Hand. Der HERR ist hoch erhaben über alle heidnische Gelehrsamkeit, Beurteilungen und mythischen Vorstellungen, und Er steht weit über allem Pomp und aller Macht der Könige der Nationen. Niemand kann mit Ihm auch nur an einer Stelle verglichen werden; Israels Gott ist ohnegleichen; unser Bundesgott steht einzig da!