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Predigten zu Psalm 23,3

"Er erquickt meine Seele, er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen."

Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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„ER"! — Wer ist der „Er"? David sagt im 23. Psalm: „Der Herr ist mein Hirte." Und die maßgebende Auslegung dazu hat der Sohn Gottes in Johannes 10 gegeben, als Er sagte: „ I c h bin der gute Hirte." Also Jesus ist der Mann, der „die Seele erquickt". Wie tut Er das? Zunächst einfach durch Seine Gegenwart. Da wird uns z. B. einmal berichtet, wie die Jünger bei Nacht im Sturm über den See Genezareth fuhren und in allerlei Schrecken gerieten auf dieser Fahrt. Aber alles Grauen der Nacht war verschwunden, als sie des Heilands Stimme hörten: „Seid getrost'. Ich bin's! Fürchtet euch nicht!"

Und in einer der Auferstehungsgeschichten heißt es: „Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen." Es ist schon so, wie Christian Gregor singt: „Ach, mein Herr Jesu, dein Nahesein / bringt großen Frieden ins Herz hinein; / und dein Gnadenanblick macht uns so selig / daß Leib und Seele darüber fröhlich / und dankbar wird." Der Herr Jesus hat aber noch viel Anderes und Größeres, wodurch Er unsere Seelen erquicken kann. Und das ist: die Vergebung der Sünden.

Als ein Mann Gottes im Sterben lag, reichte seine Frau ihm einen Löffel Wein mit den Worten: „Lieber Mann, hier ist eine Erquickung." Da richtete der Sterbende sich auf und sagte mit Nachdruck: „Die größte Erquickung im Sterben ist die Vergebung der Sünden durch Jesu Blut." Er hat recht! Nur — dies Wort gilt noch umfassender: Nicht nur im Sterben, sondern auch schon im Leben ist die größte Erquickung die Vergebung der Sünden. Amen.