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Predigten zu Psalm 29,1

"{Ein Psalm; von David.} Gebet Jehova, ihr Söhne der Starken, gebet Jehova Herrlichkeit und Stärke!"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Weder Engel noch Menschen können dem HERRN etwas verleihen, doch sollten sie Seine Herrlichkeit und Kraft anerkennen und sie Ihm in ihren Liedern und in ihren Herzen zuschreiben. Ihr Großen der Erde und des Himmels, Könige und Engel, vereint euch darin, dem gepriesenen und alleinigen Machthaber Anbetung darzubringen. Ihr Herren unter den Menschen habt es nötig, auf diese Weise daran erinnert zu werden; denn ihr versagt oft, wo demütigere Menschen voller Eifer sind. Doch versäumt es nicht länger, beugt eure Häupter jetzt gleich und ehrt den König der Könige in Aufrichtigkeit. Wann wird der Tag kommen, an dem Könige und Fürsten es für Freude halten, ihren Gott zu verherrlichen?

Dreimal wird die Ermahnung ausgesprochen, weil Menschen träge sind, Gott zu verherrlichen, besonders die Großen, die allzu oft zu sehr von ihrer eigenen Herrlichkeit aufgeblasen sind, als dass sie Gott das Ihm zukommende Lob geben, obwohl nichts von ihnen verlangt wird, was nicht in höchstem Maße recht und billig ist. Wahrlich, die Menschen sollten es nicht nötig haben, so eindrücklich aufgefordert zu werden, das zu geben, was ihre Pflicht ist, besonders wenn die Bezahlung so froh machend ist. »Gebt dem HERRN Herrlichkeit!« Beugt euch vor Ihm in demütiger Ehrerbietung und heiliger Ehrfurcht und ehrt Ihn so, wie Er es haben will. In vergangenen Zeiten war die Anbetung durch Zeremonien erschwert, und die Menschen kamen in geweihten Stätten zusammen, deren feierlicher Pomp auf die »Schönheit der Heiligkeit« hinweisen sollte. Jetzt aber ist unsere Anbetung geistlich, und die Architektur des Gebäudes und die Kleidung der Anbeter spielen keine Rolle mehr. Die geistliche Schönheit innerer Reinheit und nach außen sichtbarer Heiligkeit sind vor den Augen unseres dreimal heiligen Gottes weit kostbarer. Welche Gnade ist es, überhaupt anbeten zu dürfen mit heiligen Beweggründen und auf heilige Weise, wie es den Heiligen geziemt! In den Versen 3 und 4 klingt die Anbetung mit einem laut schallenden Donner zusammen, der die Kirchenglocke des Universums ist, die Könige und Engel und alle Menschensöhne zu ihren Andachten zusammenruft. Der Donner wird nicht nur poetisch, sondern auch belehrend als »Stimme des HERRN« bezeichnet, weil sie von oben her erschallt. Sie übertrifft alle anderen Klänge, sie weckt Ehrfurcht, sie ist von Menschen gänzlich unabhängig und wurde zu manchen Anlässen als großartige Begleitung benutzt, wenn Gott zu den Adamssöhnen sprach. Eine unwiderstehliche Kraft liegt in dem von Donnern begleiteten Blitz. In einem Augenblick erzeugt die elektrische Kraft, wenn der HERR es will, staunenerregende Ergebnisse. Thompson spricht zu Recht von dem »unbezwingbaren Blitz«, denn er ist die mächtigste Kraft, die Gott benutzt, um Sein Handeln zu demonstrieren.

Weil die Stimme Gottes in der Natur so mächtig ist, ist sie es auch in der Gnade; und der Leser tut gut daran, hier eine Parallele zu ziehen. Dann wird er im Evangelium vieles entdecken, was dem Donner im Gewittersturm gleicht. Seine Stimme erschüttert sowohl in der Natur als auch in der Offenbarung Erde und Himmel; seht also zu, dass ihr den nicht abweist, der da redet. Wenn Seine Stimme so gewaltig ist, wie mächtig muss dann Seine Hand sein! Hütet euch davor, sie zum Schlag herauszufordern!