10.800 biblische Andachten und Predigten von Spurgeon, MacArthur, MacDonald, Christlieb, Eichhorn, Hofacker, Zinzendorf, Luther uvm.

Predigten zu Psalm 46,11

"Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste ist uns der Gott Jakobs. (Sela.)"

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
Zitate von Watchman Nee anzeigen

"Der Herr der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz."

Wie sehr gleicht unsere eigene Geschichte der Geschichte Jakobs! Solange Gott noch nicht an uns gehandelt hat, neigen wir dazu, mit dem Gefühl der Überlegenheit auf Jakob und sein Ränke herabzusehen; aber später, wenn wir allmählich merken, wie verschlagen unser eigenes Denken ist, erkennen wir, dass die grundlegenden Charakterzüge Jakobs auch bei uns selbst vorhanden sind. Was Jakobs Leben aus einem unnützen in ein nützliches verwandelte, war nichts Geringeres als die Kraft der Gnade Gottes. Unser Gott ist ein gegenwärtiger Schutz, eine Macht, die immer da ist. Wie Mose, als er vor dem brennenden Busch stand, müssen wir ihn sagen hören:

"Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs." In einem solchen Gott ist für uns alle Hoffnung.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
Zitate von Aiden Wilson Tozer anzeigen

Jesus Christus ist der Zeitgenosse aller Menschen

Unsere Väter wussten, was Stille ist. Sie meinten mit Stille die Abwesenheit von Bewegung oder die Abwesenheit von Geräuschen – oder beides. Sie fühlten die Notwendigkeit, wenigstens einen Teil des Tages in Stille zu verbringen, sonst kam ihnen der Tag verloren vor! Gott kann man auch im Lärm wahrnehmen, wenn uns Seine Vorsehung zeitweilig dort hineinstellt. Aber am besten erkennt man Ihn in der Stille. So hielten sie es, und so beschreibt es die Heilige Schrift. Seiner selbst wird man nur in der Stille sicher. Wir müssen still werden, um zu erkennen! Es hat kaum eine Zeit in der Menschheitsgeschichte gegeben, die die Stille nötiger gehabt hätte als unsere Zeit, und sicherlich war sie zu keiner Zeit so selten und so schwer zu finden wie heute. Christus ist der Zeitgenosse aller Menschen. Seine Gegenwart und Seine Kraft sind uns in dieser von Aktionismus überschäumenden Zeit mit all ihren mechanischen Geräuschemachern genauso nahe wie den Fischern am stillen See von Galiläa oder den Hirten auf den Feldern von Bethlehem. Die einzige Bedingung ist, dass wir still genug werden, um Seine Stimme zu hören, und dass wir glauben und bewahren, was wir gehört haben. Wenn wir so der ewigen Quelle unseres Seins nahekommen, entdecken wir, dass wir nicht mehr Gelehrte oder Ungelehrte, nicht mehr modern oder altmodisch, ungebildet oder kultiviert, weiß oder farbig sind: In Seiner anbetungswürdigen Gegenwart sind wir nur noch Männer und Frauen. Künstliche Unterscheidungen verschwinden. Tausendjährige Bildung verfliegt im Augenblick, und wir stehen wieder da, wo Adam und Eva nach dem Fall standen, wo Kain mit Abel stand, draußen vor dem Garten, furchtsam und ohne Hoffnung und auf der Flucht und voller Schrecken, das Gesetz gebrochen zu haben – und alle hatten verzweifelt einen Erretter nötig.


Autor: Hermann Bezzel (*18.05.1861; † 08.06.1917) deutscher lutherischer Theologe
Zitate von Hermann Bezzel anzeigen

Erkennt, dass ich Gott bin.

Die Gotteserkenntnis unseres deutschen Volkes ist entweder Gottlosigkeit oder Gotttrunkenheit gewesen. Gottlosigkeit, dass man spricht: Wer ist der Gott, des Stimme ich hören müsste, dass man spricht von alten Satzungen, alten Anschauungen, wer weiß, ob das wirklich Gott will. Hat unser Volk in den letzten Jahren nicht wirklich gottlos gelebt, den Sonntag entweiht, den Alltag entnervt und keine Zeit mehr für die Ewigkeit gehabt? Neben der Gottlosigkeit die Gotttrunkenheit. Die Gotttrunkenheit, welche sich so in Gott versenkt, dass man schließlich sein eigenes Bild in ihm erkennt. Man glaubt, ihn zu ehren und man ehrt sich selbst. Gotttrunkenheit, das findet man besonders bei unsern sogenannten Gebildeten: eine fromme Regung, ein feiner Gedanke, irgend ein schillernder Einfall über ewige Fragen, man liest ihn, man genießt ihn! Dass die Frömmigkeit eine eminente Zucht des Willens ist, und dass es keine Gottesfurcht gibt, die nicht den ganzen Willen in Fesseln schlägt, bis er schließlich aufschreit: Ich kann nicht, hilf mir! – das ist unserm Geschlecht verborgen.