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Predigten zu Psalm 50,23

"Wer Lob opfert, verherrlicht mich, und wer seinen Weg einrichtet, ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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ASPEKTE DES LOBES

Was bedeutet es eigentlich, Gott zu loben und zu preisen? Gemäß der Schrift umfasst es drei Aspekte:

1) Gottes Wesen studieren: Einer der Hauptgründe, warum wir das AT studieren sollten, ist, dass Gottes Wesen dort auf wunderbare Art und Weise offenbart wird, was uns hilft, ihn besser loben zu können.

2) Gottes Werke studieren: Die Psalmen fließen förmlich über von Berichten über die großen Taten Gottes. Er teilte das Rote Meer, befreite sein Volk aus Ägypten, ließ Wasser aus dem Felsen quellen, ernährte Israel in der Wüste mit Manna vom Himmel und tat viele andere mächtige Dinge. Wenn du Gott für die wundervollen Dinge, die er getan hat, lobst, dann verblassen deine Probleme im Gegensatz dazu sehr schnell. Indem wir uns daran erinnern, was Gott bereits getan hat, verherrlichen wir ihn, und unser Glaube wird gestärkt.

3) Gott für sein Wesen und seine Werke danken: Das Herzstück des Lobes ist Danksagung. Preise Gott und verherrliche ihn. Egal was in unserem Leben auch kommen mag: Wir sind aufgefordert, ihm für sein Wesen und seine großen und gnädigen Taten zu danken.


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Alles, was Gott tut, sollte uns zu Lob und Dank stimmen. AIs Er das Weltall schuf, jauchzten die Morgensterne, und alle Söhne Gottes jubelten (Hiob 38,7). Die Bibel, das Alte Testament ebenso wie das Neue, zeigt uns, daß Gott von Seinen Geschöpfen Lob und Dank haben möchte. Er erwartet von den Seinen, daß sie Ihn nicht nur in Segensund Siegeszeiten loben, sondern auch in Leidens- und Verfolgungszeiten. Paulus und Silas sangen Ihm auch im Gefängnis Loblieder.

Loben und Danken ist das erste, was aus dem Herzen eines Neubekehrten aufsteigt, und bei seiner Versetzung in die Herrlichkeit wird sein irdisches Leben in Loben und Danken ausklingen. Die Schönheit der Himmelslieder, die ertönen werden, wenn das Lamm Gottes Sein Reich eingenommen hat, können wir uns gar nicht vorstellen. Der Lobgesang wird bis in alle Ewigkeit andauern.

Ja, Loben und Danken erfüllt alle Himmel, aber im Leben der Christen fehlt es traurigerweise oft daran. Wir können die schönsten Lieder singen, ohne ihnen entsprechend zu leben. Loben und Anbeten wird dann zu einer bloßen Form der Frömmigkeit.

Warum fehlt es uns so oft an echtem Lob Gottes? Weil in unserem Herzen ein Geist der Traurigkeit, der Kritik und der Klage herrscht und wir in erster Linie nur an uns selbst denken, nicht an unseren Retter und Seine Sache. Dann spüren wir nicht mehr das Bedürfnis, Gottes Wunderwerke zu rühmen. Sind Gebet und Danksagung aber für die Gemeinde nicht wie die beiden Lungenflügel für den menschlichen Körper? Wenn Gott uns nun auf diesen Mangel aufmerksam macht, gibt Er uns auch die Mittel, um ihm abhelfen zu können. Wir finden sie in unserem Text: «Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer seine Wege in Ordnung bringt, dem zeige ich Gottes Heil.» Wenn es in unserem Leben an Dankopfern fehlt, wollen wir die Ursache zu erkennen suchen, unsere Sünde bekennen, die Reinigung unserer Herzen erbitten und dann unsere Wege in Ordnung bringen. Wenn wir das getan haben, wird Lob und Dank aus unserem Herzen quellen wie lebendiges Wasser, und unser Gott wird geehrt.


Autor: Hermann Bezzel (*18.05.1861; † 08.06.1917) deutscher lutherischer Theologe
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Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.

Eltern, Eheleute, Freundinnen, ihr, die ihr zur Arbeit verbunden seid, tretet ihr auch manchmal zusammen, um zu danken? Wenn ihr es nicht tut, dann wird von dem Tage an, da er euch half, die Spaltung tiefer und das Missverständnis schwerer. Ach dass wir in der schweren Zeit, in der wir stehen, die so einsam und unverstanden uns sein lässt, mehr zum Danken uns zusammenfänden! Noch haben wir den Meister, vor dessen Heilandshand der Aussatz wie Schnee vergeht, noch haben wir den Hohenpriester, vor dessen Gnadensonne Nebel und Wolken, Dunkel und Nacht der Sünde zergehen. Er lebt noch bei uns mit Wort- und Sakramentsgedanken, die uns trösten. Unsere Kirche dankt so wenig; darum sind so viele Spaltungen und Irrungen und Zwistigkeiten in ihr.