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Predigten zu Psalm 58,7

"Laß sie zergehen wie Wasser, die zerfließen! Legt er seine Pfeile an, so seien sie wie abgestumpft!"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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So plötzlich kommt der Untergang über die Gottlosen, ein so großer Misserfolg ist ihr Leben, dass sie niemals Freude erleben. Mitten in seinem Leben und in der Glut seines Zorns gegen den Gerechten wird der Verfolger von einem Tornado überwältigt. Da werden seine Pläne zuschanden, seine Anschläge vereitelt, und er selbst geht zugrunde. Der boshafte Schelm setzt den großen Kessel auf, sammelt das Brennholz und meint, den Kannibalen gegenüber dem Frommen spielen zu können, doch er hat seine Rechnung ohne den Wirt gemacht, besser gesagt, ohne den Herrn der Heerscharen, und der unerwartete Wirbelsturm fegt jede Spur von ihm und seinem Feuer und seinem Festmahl hinweg, und alles in einem Augenblick.

Nirgends in der Schrift finden wir etwas von Sympathie mit Gottes Feinden, mit der sich die modernen Verräter gern schmücken und die sie als höchste Form der Menschenfreundlichkeit ausgeben. Wir werden am Ende »Amen« zu der Verdammung der Gottlosen sagen und uns nicht aufgerufen fühlen, Gottes Wege mit den Unbußfertigen in Frage zu stellen. Bedenkt, wie Johannes, der liebende Jünger, es ausdrückt: »Nach diesem hörte ich etwas wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht sind unseres Gottes! Denn wahrhaftig und gerecht sind Seine Gerichte; denn Er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verdarb, und Er hat das Blut Seiner Knechte an ihr gerächt. Und zum zweiten Mal sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit« (Offb 19,1-3). Er wird über sie triumphieren, und sie werden so vollständig überwunden sein, dass ihr Un- tergang endgültig und tödlich ist und Seine Erlösung all Sein Tun vollkommen krönt. Die Verdammung der Sünder wird die Glückseligkeit der Heiligen nicht beeinträchtigen.

Jeder Mensch, auch der Unwissende, wird gezwungen werden zu sagen: »Es gibt Lohn für den Gerechten.« Wenn sonst nichts wahr ist, dies ist es. Die Frommen werden am Ende nicht verlassen dastehen und ihren Feinden ausgeliefert werden; die Gottlosen werden nicht den Sieg davontragen, und Wahrheit und Güte werden schließlich belohnt. Alle Menschen werden angesichts des Endgerichts sehen müssen, dass es einen Gott gibt und dass Er der gerechte Herrscher des Universums ist. Zwei Dinge werden jedenfalls klar sein: Es gibt einen Gott, und es gibt Lohn für den Gerechten. Dann werden die Zweifel beseitigt, die Schwierigkeiten gelöst und die Geheimnisse offenbar sein. Bis dahin blickt der Glaube in die Zukunft. So erkennt er diese Wahrheit jetzt schon und freut sich darüber.