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Predigten zu Psalm 60,8

"Moab ist mein Waschbecken, auf Edom will ich meine Sandale werfen; Philistäa, jauchze mir zu!"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Der Glaube fühlt sich nie glücklicher, als wenn er sich auf die Verheißungen Gottes berufen kann. Diese stellt er allen entmutigenden Umständen entgegen. Mag die Zukunft noch so düster erscheinen, die Stimme eines getreuen Gottes übertönt alle anderen Klänge und trocknet alle Tränen. Gott hatte Israel Sieg und David das Königtum verheißen. Die Heiligkeit Gottes versicherte sie der Erfüllung Seiner eigenen Bundeszusagen, und darum redete der König so zuversichtlich. Das gute Land war den zwölf Stämmen sicher, und zwar nach der dem Abraham gemachten Verheißung, und die göttliche Zusage war eine überreiche Garantie für den Glauben, dass Israels Heere im Kampf siegreich sein würden. Ihr Gläubigen, macht reichlichen Gebrauch davon, jagt den Zweifel fort und haltet an den Verheißungen fest!

Wenn Gott gesprochen hat, wird Sein göttliches »Es wird geschehen « zu unserem »Ich werde es erfahren«. Das ist kein eitles Prahlen, sondern das richtige Echo auf die Ankündigungen des Herrn. Ihr Gläubigen, steht auf und nehmt die Bundesgnaden in Besitz! Lasst weder kanaanitische Zweifel noch Gesetzlichkeit euch von eurem Erbteil der Gnade fern halten. Lebt euren Vorrechten entsprechend, nehmt das Gute an, das Gott für euch bereitet hat. Ach, stolzes Philistäa, wo ist all dein Rühmen? Wo dein hoher Blick und die angedrohten Eroberungen? So dürfen wir auch den letzten Feind verspotten: »Wo ist, o Tod, dein Sieg? Wo ist, o Tod, dein Stachel?« So gänzlich hoffnungslos steht es um die Hölle, wenn der Herr in die Schlacht eingreift, dass selbst die schwächste Tochter Zions ihr Haupt über den Feind schütteln und ihn unter Lachen verspotten mag. Wie herrlich ist das Rühmen des Glaubens! Kein Körnchen Prahlerei ist daran, und doch kann niemand diesen heiligen Triumphgesang dämpfen. Wenn der Herr Verheißungen gibt, wollen wir nicht träge sein, darüber zu jubeln und uns dessen zu rühmen. Die Züchtigungen Gottes sind unsere einzige Hoffnung. Er liebt uns immer noch. Für einen Augenblick verlässt Er uns; aber in großer Gnade sammelt Er Sein Volk wieder. Er ist stark im Zerschmettern, aber auch stark im Erretten. Er, der bewies, wie nötig wir Ihn haben, indem Er uns zeigte, welch arme Geschöpfe wir ohne Ihn sind, wird jetzt die Herrlichkeit Seiner Hilfe offenbaren, indem Er für ein hohes Ziel Großes vollbringt. Von Gott geht alle Macht aus, und alles, was wir gut machen, geschieht durch göttliche Einwirkung, und doch müssen wir als Soldaten des Großen Königs kämpfen, und zwar tapfer. Göttliches Tun ist keine Entschuldigung für menschliche Untätigkeit, sondern vielmehr die beste Anregung zu mutigem Einsatz. Wie uns in der Vergangenheit geholfen wurde, so wird uns auch in der Zukunft geholfen werden, und weil wir dessen sicher sind, haben wir uns fest entschlossen, unseren Mann zu stehen. Der Herr ist mit uns, die Allmacht stützt uns, und wir wollen nicht zögern; wir wagen es nicht, feige zu sein. Ach, so komme unser König, der wahre David, doch auf die Erde, weil doch das Reich des Herrn und Er der Herrscher unter den Nationen ist!