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Predigten zu Psalm 61,6

"Du wirst Tage hinzufügen zu den Tagen des Königs; seine Jahre werden sein wie Geschlechter und Geschlechter."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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An die Beweise göttlicher Treue sollen wir uns erinnern und von ihnen zu Gottes Ehre reden. Das Gebet in Vers 2 ist sich wegen der Erfahrung von Vers 6 der Erhörung sicher; wir haben es ja mit einem unwandelbaren Gott zu tun.

Wir wurden zu Erben, zu Gemeinschaftserben mit allen Heiligen gemacht, zu Teilhabern desselben Segens. Darüber sollten wir uns freuen. Wenn wir leiden, gehört das zum Erbteil der Heiligen; werden wir verfolgt, geraten wir in Armut oder Versuchung, so ist das in den Rechtsansprüchen des Erbteils der Auserwählten enthalten. Wenn es zu unserem Heil gehört, wollen wir es gern annehmen. Wir haben dasselbe Erbteil wie der Erstgeborene selbst, was können wir uns Besseres vorstellen? Heilige werden als solche beschrieben, die den Namen Gottes fürchten; sie sind ehrfurchtsvolle Anbeter; sie wagen es nicht, Ihn zu beleidigen; sie empfinden ihr eigenes Nichtssein im Vergleich zu dem grenzenlosen Gott. Mit solchen Leuten dasselbe Los zu teilen, von Gott mit derselben Gunst behandelt zu werden, ist Grund zu endloser Dankbarkeit. Alle Vorrechte aller Heiligen sind auch das Vorrecht jedes einzelnen Heiligen. David erfreute sich trotz der vielen Gefahren einer langen und erfolgreichen Regierung. Er lebte so lange, dass er Kinder und Kindeskinder persönlich sehen konnte; in seinen Nachkommen lebte er noch für lange Zeit als König fort; denn seine Dynastie bestand viele Generationen lang, und in Christus Jesus, seinem Nachkommen und Sohn, regiert David geistlich betrachtet bis in Ewigkeit. So wurde der, welcher am Fuß des Felsens mehr tot als lebendig begann, hier auf den Gipfel geführt, wo er ein Lied anstimmt als Priester, der immer im Tempel ver- bleibt, und als König, der mit Gott auf ewig regiert, und als Prophet, der gute Dinge voraussagt. Des Königs »Jahre mögen sein von Geschlecht zu Geschlecht«. Das gilt im übertragenen Sinn auch für David, wir wollen es aber lieber auf den Herrn Jesus anwenden, den direkten Nachfahren Davids und den Vertreter seines königlichen Geschlechts. Jesus wurde für ewig von Gott auf den Thron gesetzt; darin liegt unsere Sicherheit, Würde und Freude. Wir herrschen mit Ihm; in Ihm wurde uns allen zusammen ein Platz in den Himmeln bereitet. Davids persönlicher Anspruch, immer König zu bleiben, ist nur eine Vorausschau auf das uns offenbarte Vorrecht für alle Gläubigen. Wie die Menschen rufen: »Es lebe der König!«, so jubeln wir mit lautem Beifall unserem Immanuel auf dem Thron zu und rufen: »Bestelle Gnade und Treue, dass sie Ihn behüten!« Ewige Liebe und unwandelbare Treue sind die Thronwächter Jesu, und sie sind auch die Zubereiter und Bewahrer all derer, die in Ihm für Gott zu Königen und Priestern gemacht wurden. Wir können uns selbst nicht bewahren, und nichts als Gottes Gnade und Wahrheit vermag es zu tun. Aber diese beiden können und werden es schaffen, und nicht der Geringste aus Gottes Volk wird verloren gehen können.