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Predigten zu Psalm 68,16

"Warum blicket ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den Berg, den Gott begehrt hat zu seinem Wohnsitz? Auch wird Jehova daselbst wohnen immerdar."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Die Priester erheben auf dem Gipfel des von Gott begehrten Berges den Herrn, weil Er Zion zu Seinem Wohnsitz erwählt hat. Zion war im Vergleich mit anderen kein sehr hoher Berg, und es wird hier auch zugegeben, dass Baschan höher ist; aber er ist nicht so herrlich; denn weil der Herr Zion erwählte, setzte Er es über die höheren Berge. Er erwählt nach Seinem Wohlgefallen; und nach dem Rat Seines Willens erwählte Er Zion und überging die stolzen, hoch ragenden Gipfel des Baschan. So macht Er das in dieser Welt Niedrige und Verachtete zu Denkmälern Seiner Gnade und Souveränität. Geistlich gesehen bleibt der HERR ewig in Zion, Seiner erwählten Gemeinde, und es war die Herrlichkeit des Berges Zion, ein Bild davon zu sein. Was bedeuteten Baschan und Zalmon mit ihrer gewaltigen Höhe im Vergleich zu Zion, der Freude der ganzen Erde? Gottes Auserwählung ist ein Adelspatent. Es sind hoch geehrte Leute, die Gott auserwählt hat, und der Ort, den Er mit Seiner Anwesenheit auszeichnet, ist über alle Maßen hoch geehrt. Der Gnadenthron auf Zion ist so heilig wie der Richterthron vom Sinai. Die Beweise Seiner Herrlichkeit mögen im Neuen Bund nicht so schrecklich sein wie im Alten; aber sie sind für das geistliche Auge noch wunderbarer. Welche Freude war es für den frommen Hebräer zu wissen, dass Gott im Heiligtum des Tempels genauso mitten unter Seinem Volk wohnte wie in den Schrecken des Berges Horeb! Aber noch herzerquicklicher ist es für uns, sicher zu sein, dass der Herr in Seiner Gemeinde bleibt und sie auf ewig zu Seinem Ruheort ausersehen hat. Wie sollten wir darauf bedacht sein, Heiligkeit in dem Haus zu zeigen, welches Er zu bewohnen sich herabgelassen hat. Da muss das Empfinden für Seine Gegenwart alle falschen Wege wie ein Feuer verzehren. Die Gegenwart Gottes ist die Stärke der Gemeinde; uns gehört alle Macht, wenn Gott uns gehört. Die Vorsehung ist auf unserer Seite, und sie hat ihre Diener überall. Nicht einmal für den Schatten von Zweifel oder Mutlosigkeit bleibt da Raum – sondern nur Grund zu jubelnder Zuversicht. Die Bundeslade wurde auf den Gipfel Zions hinaufgeführt; Gott selbst hatte die Höhe in Besitz genommen. Das Gegenbild der Bundeslade, der Herr Jesus, ist mit den Kennzeichen des Sieges in den Himmel aufgestiegen. Um mit unseren Feinden zu kämpfen, kam Er herab und verließ Seinen Thron; aber nun ist der Kampf vorüber und Er kehrte, hoch über alles erhoben, in Seine Herrlichkeit zurück. Paulus zitiert Vers 19 als Evangelium: Jesus hat für Menschen Gaben empfangen, die Er nun in Fülle austeilt und die Gemeinde reich macht mit den unschätzbaren Früchten Seiner Erhöhung, als da sind Apostel, Evangelisten, Hirten und Lehrer mit all ihren unterschiedlichen Begabungen. In Ihm, der für Menschen Gaben empfing, wurden wir mit unvorstellbaren Schätzen bedacht, und wir geben Ihm von Dankbarkeit bewegt auch wirklich etwas zurück, wir geben uns selbst, alles, was wir sind und haben.