10.800 biblische Andachten und Predigten von Spurgeon, MacArthur, MacDonald, Christlieb, Eichhorn, Hofacker, Zinzendorf, Luther uvm.

Predigten zu Psalm 76,8

"Du ließest Gericht hören von den Himmeln her; die Erde fürchtete sich und ward stille."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
Zitate von Charles Haddon Spurgeon anzeigen

Menschenfurcht ist ein Fallstrick; aber Gottesfurcht ist eine große Tugend und hat einen großen Einfluss auf den menschlichen Geist. Man muss Gott gründlich, unablässig und allein fürchten. Die Engel fielen, als sie in ihrem Aufstand Sein Gericht heraufbeschworen; Adam verlor seinen Platz im Paradies auf gleiche Weise; der Pharao und andere stolze Herrscher vergingen durch Sein Schelten. Weder auf Erden noch in der Hölle ist jemand, der vor dem Schrecken Seines Zornes standhalten kann. Wie gesegnet sind alle, die in der Versöhnung durch Jesus geborgen sind und sich darum nicht vor dem gerechten Zorn des Richters der ganzen Erde zu fürchten brauchen.

Wenn er nur kann, will der Mensch die Stimme Gottes nicht hören; aber Gott sorgt dafür, dass sie vernommen wird. Wie schnell kann der HERR zur Audienz vorladen! Es mag sein, dass Er in den letzten Tagen durch solche Machttaten auf dem Gebiet der Gnade alle Erdenbewohner zwingen wird, auf das Evangelium zu hören, um sie der Herrschaft Seines ganz und gar herrlichen Sohnes zu unterwerfen. Möge es so kommen, guter Herr! Die Menschen verstummten, als Er den Richterstuhl bestieg und die Gesetzeserlasse in die Tat umsetzte. Wenn Gott schweigt, machen die Menschen einen Tumult; steht Er aber auf, verstummen sie wie ein Stein. Der Herr über alle Menschen richtet Sein Auge besonders auf die Armen und Verachteten; als Erstes bringt Er alles Falsche in Ordnung. Noch haben sie wenig genug; aber ihr Rächer ist stark, und Er wird sie bestimmt erretten. Er, der Sein Volk rettet, ist derselbe Gott, der auch ihre Feinde zerschlägt, er ist genauso allmächtig zu retten wie zu zerstören. Ehre sei Seinem Namen!

Der Mensch, der Drohungen ausstößt, bläst nur die Posaune für des Herrn ewigen Ruhm. Heftige Winde treiben Segelschiffe schneller in den Hafen. Der Teufel bläst das Feuer an und schmilzt das Eisen, und dann formt der Herr es so, wie Er es für gut hält. Mögen Menschen und Teufel wüten, wie sie wollen, sie können nichts weiter, als den göttlichen Plänen zuzuarbeiten. Bosheit liegt an der Kette und kann die Fesseln nicht lösen. Feuer, das nichts nützt, wird ausgelöscht. Selbst das gräulichste Übel steht unter des Herrn Kontrolle und wird am Ende besiegt zu Seinem Preise.

Die umliegenden Völker sollten sich dem einzig lebendigen Gott unterwerfen, und Sein Volk sollte Ihm bereitwillig Opfergaben darbringen. Mögen Seine Priester und Leviten die Ersten sein mit ihren heiligen Opfern. Er, der es verdient, als unser Gott gepriesen zu sein, sollte nicht nur mit dem Mund verehrt werden, sondern in Tat und Wahrheit. Furchtbarer Herrscher, siehe, ich gebe mich selbst Dir hin!