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Predigten zu Psalm 87,3

"Herrliches ist von dir geredet, du Stadt Gottes. (Sela.)"

Autor: Christoph Blumhardt (* 01.06.1842; † 02.08.1919) deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer und Kirchenlieddichter
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Unter der Stadt Gottes ist Jerusalem gemeint, aber ein Jerusalem, das zahleich das Vorbild der Gemeine Gottes auf Erden ist. War's damals schon herrlich, sofern die Großtaten Gottes immer und immer wieder. ausgerufen wurden, so ist's im Neuen Bunde noch herrlicher, da wir von einem Heilande hören, der uns zu lieb den Schoß des Vaters verließ, Knechtsgestalt annahm, unsre Sünden trug, für uns sich kreuzigen ließ, auferstanden, gen Himmel gefahren ist, zur Rechten Gottes sitzt und uns vertritt, endlich wiederkommen wird, Seine Kinder zu Sich in die Herrlichkeit hinaufzuholen. Das, und was Er sonst noch zur Verwirklichung Seines Reiches auf Erden getan hat, sind die herrlichen Dinge, die jetzt in der Stadt Gottes, d. h. mitten in Seiner Gemeine, gepredigt werden.

Dieser herrlichen Dinge eingedenk zu seyn, macht unsern Frieden aus; und so wollen wir sie auch recht viel an unserm Geist vorübergehen lassen, wollen sie ergreifen und festhalten als Säulen unsres Heils. Wir können uns schon den Tag über, selbst mitten unter den Geschäften, vieles einfallen lassen. Wie wichtig aber sollten uns die herrlichen Dinge werden, so oft wir ins Haus Gottes gehen, namentlich auch zum Tisch des HErrn, da wir in dem Mahl, das wir empfangen, die Concentration aller herrlichen Dinge, die uns verkündigt worden sind und werden, haben. Wir sollten gar nicht müde werden, uns alles, was mit JEsu vorgegangen ist, was Er getan und erlitten, auch verheißen hat, zu vergegenwärtigen. Tun wir's, so werden wir's uns wohl auch zu Nutz machen, um zum völligen. Seelenfrieden zu kommen, und zu einer Stärke in Ihm wider die Lüste des Fleisches und die Anfechtungen der Finsternis. Der HErr gebe es uns, daß wir allezeit aus allem, was uns gepredigt wird, reichen Gewinn ziehen!

Mel. Von Gott will ich nicht. Das ist des Vaters Wille, Der uns in Christo liebt, Daß Er uns eine Fülle In Seinem Sohne giebt. So daß man nehmen soll Aus Ihm von Grad' zu Grade, Im Glauben Gnad' um Gnade, Die ganzen Herzen voll.