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Predigten zu Psalm 87,4

"Erwähnen will ich Rahabs und Babels bei denen, die mich kennen; siehe, Philistäa und Tyrus samt Äthiopien: dieser ist daselbst geboren."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Nicht nur das Volk als Ganzes, sondern jeder Einzelne soll als Bürger Jerusalems gezählt werden, und ihre Namen sollen öffentlich verkündet werden. Jeden für sich wird der Herr wahrnehmen, denn jeder Einzelne ist kostbar in Seinen Augen. Der Einzelne soll nicht in der Masse untergehen, sondern jeder Einzelne ist Ihm von hohem Wert. Welch ein Adelsbrief ist das, wenn einem Menschen bescheinigt wird, in Zion geboren zu sein. Die Wiedergeborenen sind ein königliches Priestertum, die wahre Aristokratie, die Herrscherklasse unter den Menschen. Im Original wird das vornehmste Wort für »Mensch« gebraucht, was darauf hinweist, dass viele bedeutende Menschen in der Gemeinde geboren werden sollen. Und wahrlich, wer zu dem Bild Christi erneuert wurde, ist eine bedeutende Persönlichkeit. Einige von ihnen zeigen ein so strahlendes Wesen, dass selbst die trüben Augen der Welt anerkennen, dass sie ungewöhnlich und bewundernswert sind. Die Gemeinde hat illustre Namen von Propheten, Aposteln, Märtyrern, Bekennern, Reformatoren, Missionaren und anderen, die den Vergleich mit den größten Namen aushalten, die von der Welt verehrt werden, nein, in vieler Hinsicht übertreffen sie diese sogar. Zion hat keinen Grund, sich ihrer Söhne zu schämen, und ihre Söhne haben keinen Grund, Zion zu verbergen.

Wenn sich die Zahl der Gläubigen durch die Wiedergeburt vergrößert, erweist sich der Herr als Erbauer der Gemeinde. Der Herr allein verdient den Titel »Verteidiger des Glaubens«; Er ist der einzige Patron und Beschützer der Gemeinde. Um des Herrn Erbteil brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, Sein Arm reicht aus, Seine Rechte zu verteidigen. Der Höchste ist höher als alle, die gegen uns sind, und die gute alte Sache wird über alles triumphieren. Die Gemeinden tragen solche Allgenugsamkeit nicht in sich selbst, so dass wir uns in allem auf sie verlassen könnten; doch der Herr, der sie gegründet hat, ist die Quelle all dessen, was wir bedürfen, und wenn wir auf Ihn blicken, werden wir nie erlahmen oder versagen. Wie deutlich führen uns unsere Erfahrungen dazu, im Glauben auf den Herrn zu blicken und zu sagen: »Alle meine Quellen sind in Dir.« Der Ursprung meines Glaubens und all meines Segens, der Ursprung meines Lebens und all meiner Freuden, der Ursprung all meiner Aktivitäten und allen rechten Tuns, der Ursprung meiner Hoffnung und aller himmlischen Erwartung, alles liegt in Dir, mein Herr. Ohne Deinen Geist wäre ich gleich einem trockenen Brunnen, einer löchrigen Zisterne, aller Kraft beraubt, mir oder anderen Segen zu bringen. O Herr, ich bin überzeugt, dass ich zu den Wiedergeborenen gehöre, deren Leben in Dir ist; denn ich merke, dass ich ohne Dich nicht leben kann. Darum will ich mit all Deinem frohen Volk Dein Lob singen.


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Überall in der Bibel sind die Ägypter und Babylonier Feinde Gottes und Seines Volkes. Aber unter dem Walten der Gnade verkünden die Gläubigen, daß sogar unter ihnen Gott sich zu erkennen gibt. Selbst in «Ägypten» und «Babylon» erwachen Menschenseelen zum Leben! Ihr Christen, die ihr treu zu unserem Herrn und Seiner Berufung steht, Er selbst stellt euch vor diese Herausforderung gegenüber dem Unmöglichen. Er sagte ja auch über den schwierigen Fall des reichen Jünglings: «Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich» (Lukas 18,27).

So ist es auch mit unserem Evangelium! Gott übergibt diese Botschaft an diejenigen, die Er aussendet. Er sendet sie dorthin, wo der Boden am härtesten zu sein scheint, mitten nach «Ägypten» hinein, sogar nach «Babylon». Kein Ort ist zu finster für Ihn, keine Seele zu weit von Ihm entfernt, daß Er sie nicht zu finden vermöchte. Aber Er braucht Verkündiger, die selbst von der Kraft des Kreuzes erfaßt und mit dem Heiligen Geist ausgerüstet sind. Dann wird Seine Kraft durch die Verkündigung wirksam und Iehrt die Menschen, was das sühnende Blut und das Sterben ihres göttlichen Stellvertreters, den Gott von den Toten auferweckt hat, für sie bedeutet.

Ihr kämpfenden Christen, fürchtet euch nicht vor dieser Herausforderung gegenüber dem Unmöglichen; nehmt sie an; findet euch nicht ab mit den vorhandenen Zuständen, mit einer Neutralität, die sich fernhält vom Kampf und die den göttlichen Ursprung, den unwandelbaren Charakter der Wahrheit nicht anerkennt.

Steht fest, haltet dem Sturm stand! Streicht das «un» aus dem Wort «unmöglich»! Sagt im Namen des Herrn, daß alle Dinge möglich sind dem, der da glaubt. Gönnt euch keine Ruhe! Der vor 2000 Jahren von Christus errungene Sieg muß offenbar werden. Ruft aus einem von Gottes Liebe gedrängten Herzen allen Menschen zu: «So bitten wir nun stellvertretend für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden» (2. Korinther 5,20-21). Verliert auch bei den schwierigsten Fällen nicht den Mut! Laßt euch mit dem Geist erfüllen, der verkündet, daß das Unmögliche für Gott möglich ist! Gebt dem Herrn freie Bahn, damit Er in euch und durch euch wirken kann!