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Predigten zu Richter 6,34

"Und der Geist Jehovas kam über Gideon; und er stieß in die Posaune, und die Abieseriter wurden zusammengerufen ihm nach."

Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Ein Heerlager! 32000 Krieger haben sich um Gideon gesammelt zum Streit. Was bringt das für eine Unruhe für den Feldherrn! Lärm und Getümmel im Lager! Beratungen im Zelt! Da kommen und gehen die Hauptleute, Meldegänger und Kundschafter. Da drängen sich die Anfragen. Da muss disponiert und organisiert werden, zumal das Heer ja neu zusammengestellt wurde. Und dazu war Gideon ein Bauernsohn und kein erfahrener Feldherr.

Wenn wir das alles bedenken, ist es wunderbar zu lesen: „Und Gideon sprach zu Gott …" Dieser Mann hatte heilige Ruhe mitten in der Unruhe. Er hatte Stille im Sturm. Er hatte Lust und Zeit, sein Zelt zu verschließen und im Gebet allein zu sein mit dem Herrn.

Wie eine Grundmelodie zieht sich das durch die ganze laute, kriegerische und gewaltige Gideongeschichte hindurch: Immer wieder lesen wir es: „Gideon sprach zu dem Herrn …" Oder: „Der Herr sprach zu Gideon." Ist das auch die Grundmelodie unseres Lebens? Ist all die Unruhe und Fülle unseres Lebens hineingestellt in solche Stille vor dem Herrn? In einem Gesangbuchvers drückt es ein Dichter so aus: „… dass die Seele nicht zerrinne / in den Bildern dieser Welt." Es ist ein so großes Vorrecht, dass wir beten dürfen, dass wir mit dem Herrn reden dürfen, dass Er mit uns reden will. Lasst uns doch davon Gebrauch machen! Amen.