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Predigten zu Römer 3,24

"und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist;"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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GNADE VOM KÖNIG

Jeder Gläubige wird Teilhaber der Gnade Gottes, indem er auf die gute Botschaft reagiert – und sie lautet: „Errettet aus Gnade“. Der Apostel Paulus schrieb: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Eph 2,8-9). Die rettende Gnade Gottes ist allen Menschen erschienen. Sie wird uns umsonst angeboten und steht in keiner Verbindung mit unseren eigenen Werken oder unserem Verdienst. Wir können Gott nichts geben. Es ist Gottes unverdiente Gunst, wodurch wir gerettet werden. Seine Gnade und Barmherzigkeit gewähren uns die Errettung als ein Geschenk. Alles, was wir zu tun haben, ist, seinen Sohn im Glauben aufzunehmen. Einzig und allein Gottes Gnade gewährt Zutritt zum Reich Gottes. Da gibt es keinen Platz für Eigenlob und menschliche Errungenschaften. Vergiss nicht, Gott für deine gnädige Errettung zu danken.


Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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"Die Rechtfertigung des Sünders Wir werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade."

Gott macht Sünder und Gottlose gerecht ohne Verdienst, als Geschenk, durch den Glauben an Jesus Christus. Das ist das kostbare Kleinod des Evangeliums. Was schließt diese Rechtfertigung in sich? Zuerst die Freisprechung von Schuld, die Vergebung der Sünde. Gott tritt auf die Seite des Sünders, der sich an Jesus Christus hält. Er nimmt ihn zu Gnaden an und in seine Liebe auf. Er zerreißt den Schuldbrief und begnadigt den todeswürdigen Übeltäter. - Aber in der Rechtfertigung liegt noch mehr. Gott spricht nicht nur den Sünder gerecht. Er macht ihn auch gerecht. Es kann ja nicht anders sein. Denn was er spricht, das geschieht. Gottes Worte werden stets zu Tatsachen. Spricht er: "Es werde Licht!", so ist das Licht da. So macht er auch den Sünder gerecht. - Das Wort "rechtfertigen" bedeutet beides: für gerecht erklären und gerecht machen. Heißt es "rechtfertigen durch den Glauben", so ist es ein Gerecht machen. Spricht die Schrift von "rechtfertigen aus oder auf Grund des Glaubens", so ist es ein Gerecht erklären. - Inwiefern macht nun Gott den Sünder gerecht? Er erneuert ihn im innersten Grund seines Wesens. Er gibt ihm einen anderen Sinn. Er tritt nicht nur in ein anderes Verhältnis zu ihm, nämlich in das der Gnade, sondern er wirkt auch ein neues Verhalten in dem Sünder. Er versetzt ihn nicht nur in einen neuen Stand, sondern auch in einen neuen Zustand. Er gibt ihm seinen Geist, der eine Umwandlung und Wiedergeburt wirkt. Ist der Sünder zuvor ein Feind Gottes, so wird er nun ein Freund. Die Liebe zu Gott wird in sein Herz ausgegossen. Er kommt in eine Gehorsamsstellung. Seine Grundrichtung wird eine ganz andere. Wer in Christo ist, der ist eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen. Ein neuer Mensch ist mit der Rechtfertigung da. Die Rechtfertigung schließt also in sich eine Lebendigmachung. Der Sünder wird mit Christus lebendig gemacht aus dem Tod der Sünde, er steht mit ihm auf und wird mit ihm in das himmlische Wesen versetzt. Der Apostel spricht daher von einer "Rechtfertigung des Lebens". Die, welche Sklaven des Todes waren, gelangen durch die rechtfertigende Gnade dazu, dass sie "herrschen im Leben" (Röm. 5, 17). "Gäbe es", sagt der Apostel, "ein Gesetz, das da lebendig machen kann, so käme die Gerechtigkeit aus dem Gesetz." Also ist Gerechtwerden und Lebendigwerden eins. An anderer Stelle sagt der Apostel: Sie sind allzumal Sünder und ermangeln der Herrlichkeit Gottes (wörtliche Übersetzung). Herrlichkeit ist Lebensfülle im Gegensatz zu Todesfinsternis. Der Sünder empfängt also beides: Befreiung von Schuld und ein neues Leben, das dann freilich erst ausgestaltet und nach allen Seiten ausgelebt werden muss.