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Predigten zu Römer 6,4

"So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf dass, gleichwie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in Neuheit des Lebens wandeln."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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DIE UMGESTALTUNG

Der Zweck des stellvertretenden Opfertodes Jesu lag darin, „dass wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch die Striemen dessen, durch den wir heil geworden sind“ (1Petr 2,24). Petrus schreibt nicht, dass Christus gestorben ist, damit wir in den Himmel kommen, Frieden haben oder Liebe erfahren können. Er starb, um eine Umgestaltung zu bewirken: um aus Sündern Heilige zu machen. Christi stellvertretendes Werk befähigt uns, die Sünde hinter uns zu lassen und ein völlig neues Leben zu führen: ein Leben in Gerechtigkeit.

Der Apostel Paulus sagte: „Indem wir dieses wissen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, auf dass der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen“ (Röm 6,6). Wir sind der Sünde gestorben; deshalb kann sie ihren Anspruch an uns nicht mehr geltend machen. 1Petr 2,24 spiegelt diesen Gedanken wieder: Unsere Vereinigung mit Christus in seinem Sterben bedeutet, dass wir uns von der Sünde trennen, um einen neuen Lebensweg einzuschlagen.


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Christus ist begraben worden, aber nach drei Tagen ist Er auferstanden. Wir haben es also nicht mit einem verstorbenen Erlöser zu tun (das «Kruzifix» spricht nur vom Tod), sondern mit einem auferstandenen. Haben wir schon entdeckt, daß wir durch die Herrlichkeit des Vaters mit Christus auferweckt worden sind, um in einem neuen Leben zu wandeln? Die Vereinigung mit Ihm in Seinem Tod und in Seiner Auferstehung muß vollständig sein. Sind wir nicht mit Ihm darin «zusammengepflanzt»? (Römer 6,5 – wörtl.).

Neues Leben bedeutet Frühling mit allem, was er darstellt. Durch die Gegenwart des Heiligen Geistes wirkt die Auferstehungskraft Jesu Christi in uns; Er heilt die Schäden, die der Winter angerichtet hat, zerreißt die Ketten, an die wir uns gewöhnt haben, und verändert durch Seine unwiderstehliche Macht unsere Angewohnheiten, unsere Haltungen, ja unseren Geschmack. Und das ist keine Theorie, sondern herrliche Wirklichkeit! Kolosser 3,1-4 redet von dieser tatsächlichen Veränderung: «Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.»

Auf allen Gebieten unseres Lebens soll sich diese Erneuerung zeigen! Gesetzliches, fieberhaftes Dienen mit unseren eigenen Kräften und unserem eigenen Willen kann Gott nicht wohlgefallen. Durch Wandeln in einem neuen Leben gehen wir in Gottes Ruhe ein. Wir leben Seine Verheißungen; wir erfahren, wie sie sich in unserem Leben und auch in unserer Umgebung erfüllen. Also wollen wir den Herrn beim Wort nehmen: Wir sind mit Christus begraben, mit Ihm auferstanden und leben nun für Gott. «Haltet euch selbst dafür, daß ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn!» (Römer 6,11). Alles, was Gott von uns verlangt, ist Seinem Wort gehorchen und täglich in der Verbindung mit Christus leben.