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Predigten zu Sacharja 1,5

"Eure Väter, wo sind sie? und die Propheten, leben sie ewiglich?"

Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Wer ist denn schon gern rückständig?! Wer setzt sich wohl gern dem Verdacht aus, „daß er offenbar von vorgestern sei"?! Nein! Nein! Nur das nicht!! Und darum findet jeder neue „Prophet" seine Anhänger, wenn er nur laut genug schreit. Da gibt sich dann der älteste Großvater noeb rührende Mühe, hinzuhorchen, um doch „mit der Zeit zu gehen". Und die liebe Jugend rühmt den neuen „Propheten" wie einen Messias.

So lange — bis der Nächste kommt, der noch neuere Ideen hat. Dann hört und liest man den, um nur ja „dabei zu sein". Und das alles ist ja auch nicht schwer. Denn alles, was diese modernen „Propheten" seit Sacharjas Zeit — und noch viel früher — verkündigen, geht der Vernunft glatt ein und gibt dem „Fleisch" Freiheit. Das war schon das Kennzeichen der falschen Propheten in Israel, daß sie wohl nach dem Willen und nach dem Geldbeutel und nach, den Gelüsten der Massen gierten, aber nie eine Herzensänderung verlangten. „Wo sind nun eure Väter? Und die Propheten, leben sie auch noch?" fragt der Prophet Gottes bitter. Sie sind hinuntergesunken ins Meer der Vergessenheit, wie es sich für ihre Nichtigkeit gebührte.

Es kommt wirklich nicht darauf an, daß man „modern" ist und „mit der Zeit geht", sondern darauf, daß man bei der Wahrheit Gottes steht. Die ist immer unzeitgemäß. Aber sie ist ewig. Die „Wahrheit" aber ist Jesus. Er sagt: „Ich bin die Wahrheit." Amen.