Niemand bittet gründlich, der noch nie gründlich erschrocken ist.
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Niemand lasse den Glauben daran fahren, dass Gott durch ihn eine große Tat tun will.
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Niemand weiß, wie groß es ist, Gott allein zu trauen, als wer es anfängt und mit Werken versucht.
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Niemand wird vom Bösen dadurch befreit, dass er auf die Übel sieht und vor ihnen erschrickt, sondern indem er auf die Güte des Herrn schaut und dadurch überwindet.
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Nun aber verhält sich das Ding durch göttliche Güte so, dass wir niemals etwas richtiger und heiliger anstellen als dann, wenn wir meinen, wir seien gänzlich ohnmächtig.
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Nur ein neuer Mensch kann ein neues Lied singen. Der neue Mensch aber ist der Mensch der Gnade, der geistliche und innerliche Mensch vor Gott.
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Nur, wer sich entscheidet, existiert.
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Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade.
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Ob du nun gleich Gott bist, mein Herr Christus, und ein König Himmels und der Erden, so kann ich mich doch nicht vor dir fürchten. Denn du bist mein Geselle, gütiger Heiland, mein Bruder, mein Fleisch und Blut.
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Ob wir wohl täglich sündigen, unfleißig und undankbar sind, so bleibe du doch unser Gott, sei freundlich und holdselig, damit wir erhalten werden in Friede und Freude des Heiligen Geistes.
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Obwohl ich als Mönch tadellos lebte, fühlte ich, dass ich ein Sünder vor Gott mit einem außerordentlich beunruhigtem Gewissen war. Ich konnte nicht glauben, dass irgendwas, das ich dachte oder tat oder betete, Gott gefallen konnte.
Quelle:
Kellemen, Bob. „Martin Luther: Reformer der pastoralen Seelsorge“. Timotheus Magazin Nr. 29, 4/2017: S. 5. / zitiert nach: Luther, Luther´s Works, Vol. 48, „Letters 1“, 46. |
Ohn Unterlass tut Gott uns immer und immer das Beste, behütet uns Tag und Nacht, lässt Sonne und Mond uns scheinen und aus der Erde Korn und Kleider und alle Notdurft wachsen.
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Ohne ein fröhliches Gewissen und ein unbeschwertes Herz vor Gott kann niemand selig werden.
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Ohne Glauben kann ein Gebet kein Gebet sein. Denn wie will der beten, der nicht glaubt, dass bei Gott soviel Güte sei, dass er die Betenden erhören wolle?
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Pfaffen sollen beten und nicht regieren.
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