Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen.
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Unser Nächster ist jeder Mensch, besonders aber der, der unsere Hilfe braucht.
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Unser Paradies ist die Bibel. Und wir sollen darin leben und arbeiten wie einst die ersten Menschen im Garten Eden.
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Unter allen Gaben ist die Gabe des göttlichen Wortes die allerherrlichste; wer die wegnimmt, der nimmt die Sonne aus der Welt.
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Unter dem Papsttum sind wir allen Irrlehren ausgesetzt gewesen.
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Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine.
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Vernunft und Erfahrung lehren, wie man Weib und Kinder regieren, Kühe aus- und eintreiben solle und was sonst die leibliche Nahrung betrifft. Dies ist alles der Vernunft Gabe und Geschenk. Darüber darf man nicht die Heilige Schrift um Rat fragen.
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Verzweifeln an der Gnade, das ist unvergebbare Sünde.
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Viel Reichtum tröstet nicht so sehr wie ein fröhliches Herz.
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Vollkommen sein heißt, Gott fürchten und lieben und dem Nächsten alles Gute tun.
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Vor dir niemand sich rühmen kann, des muss dich fürchten jedermann und deiner Gnade leben.
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Voran die liebe Nachtigall macht alles fröhlich überall mit ihrem lieblichen Gesang, des muss sie haben immer Dank.
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Wahre Gerechtigkeit empfindet Mitleid; falsche Gerechtigkeit Entrüstung.
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Warum soll ich mich fürchten und erschrecken, warum soll mein Herz nicht einen guten Mut haben und fröhlich sein?
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Was aus der Taufe gekrochen ist, das mag sich rühmen, dass es schon Priester, Bischof und Papst geweiht sei, obwohl es nicht jedem ziemt, dieses Amt auch auszuüben.
Quelle:
An den christlichen Adel (1520) |