Gewisse Hoffnung schenkt Weitblick.
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Leben ist Fülle - nicht Zeit. Zeit vergeht, Leben entsteht. Leere Zeit wird zur Last, erfüllte Zeit zur Lust.
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Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen. O dass mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, dass ich dich möchte fassen.
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Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seele und Mut, nimm alles hin und lass dir´s wohlgefallen.
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Auf, auf, gib deinem Schmerze uns Sorgen gute Nacht, lass fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl!
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Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.
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Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muss doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel.
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Dem Herren musst du trauen, wenn dir´s soll wohl ergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Wek soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen es muss erbeten sein.
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Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt. Also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm bedeckt, also bald im Mutterleibe da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treiben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
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Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm; der Herr allein ist König, ich eine welke Blum. Jedoch wil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ist´s billig, dass ich mehre sein Lob vor aller Welt.
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Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzähl´ge Herde im großen wilden Meer.
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Wohl dem, der einzig schaut nach jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.
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Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.
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Du meine Seele singe, wohl auf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
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Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum, und lass mich Wuzeln treiben.
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