Buch-Rezension: Christ. Glauben. Leben.

Christ. Glauben. Leben.

Autor:

Ulrich Parany, bekannt durch die europaweite Projektarbeit „ProChrist“, bedauert, dass in den Kirchen heute weitgehend keine klaren und begründeten Antworten auf die Fragen „Was ist ein Christ“ und „Wie wird man Christ“ gegeben werden. Dem will er mit diesem schmucklosen, aber inhaltsreichen Buch abhelfen. Sein Anliegen ist es, Menschen auf dem Weg mit Jesus weiterzubringen.

Darum behandelt er in 10 Kapiteln alle wichtigen Themen von der Bekehrung über Gebet, Bibel, Gemeinde bis zum Sterben, dem Gericht Gottes und natürlich dem Himmel. Jedem Kapitel folgt eine Seite mit einigen Bibelstellen und dazugehörenden Fragen, die zum Vertiefen des Gelesenen helfen können.

In sehr einfacher erzählender Sprache äußert er sich innerhalb der Kapitel noch zu sehr viel mehr Themen, zum Beispiel auch zur umstrittenen Kindertaufe, und ist sich sicher: „Das Handeln Gottes geht in jedem Fall dem Glauben und Bekenntnis des Menschen voraus.“ (S. 30) Beten darf man wie Sprechen lernen. Dabei überlegt der Verfasser auch, wie wir unseren Wunsch nach Gesundheit auf gute Weise vor Gott bringen können.

In der Bibelfrage nimmt Parzany deutlich gegen die historische Bibelkritik Stellung. Auch die schwierige Frage, in welche Gemeinde man gehen oder nicht gehen soll, beantwortet er zum Beispiel sehr weise: „Wenn die Leitung einer Gemeinde leugnet, dass Jesus Christus vom Tod auferweckt wurde und dass sein Tod am Kreuz und mit Gott versöhnt, wird diese Gemeinde ihnen nicht helfen können, im Glauben zu bleiben und zu wachsen. Wenn die Leitung einer Gemeinde die Bibel nicht als Wort Gottes anerkennt, werden Sie dort keine Orientierung für Ihren Glauben und für Ihr Leben nach dem Maßstab der Heiligen Schrift bekommen.“ (S. 111) Selbst der Ruhetag im Gegensatz zum Sabbat ist ihm eine Antwort wert. Er erklärt die Gaben, mit denen wir Gott dienen, und was Heiligung ist, und warnt vor religiösem Selbstbetrug (in diesem Fall etwa Führung gegen Gottes Wort). Er geht auf Anfechtung ein und was nach dem Tod kommt. Beim Thema Gericht erinnert er interessanterweise „an die Menschenwürde, die in unserer Verantwortlichkeit vor Gott besteht“. (S. 190). „Oft hört man, man dürfe nicht versuchen, die Menschen mit dem Höllenhund in den Himmel zu treiben. Wenn das überhaupt ginge, müsste man es vielleicht sogar tun, oder?“ (S. 198)

Ein rundum gelungenes Buch, das man jedem, der Christ geworden ist, empfehlen kann.

 Die Rezension/Kritik stammt von: Karl-Heinz Vanheiden
 Kategorie: Sonstiges

  Verlag: SCM R. Brockhaus
  Jahr: 2012
  ISBN: 978-3-417-26466-1
  Seiten: 224
 €    Preis: 15,95 Euro

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