Buch-Rezension: Werden, wie Gott mich meint

Werden, wie Gott mich meint

Autor:

Dem bekannten Autor verdanken wir viele ausgezeichnete apolo­getische Bücher. Allerdings hat er sich mit dem vorliegenden Buch und Thema auf ein Gebiet gewagt, wo auch erfahrene Fachleute völlig konträre Standpunkte vertreten.

McDowell stellt den Wert der Selbstannahme, des Selbstwertge­fühls und der Selbstliebe heraus, wie wir es von Autoren wie Trobisch, Narramore, Crabh usw. gewohnt sind, die eine Synthese aus humanistischer Psychologie und Bibel vertreten und verbrei­ten.

Der Autor entwickelt dabei ein Menschenbild, das in bedenkli­cher Nähe zum humanistischen Menschenbild der kath. Theologie steht:

"Wir alle sind zutiefst mit Sünde behaftet, doch dieses Abfallen von Gottes Plan oder das Verfehlen des Zieles hat unsere Gottähn­lichkeit nicht vollkommen zerstört" (S. 134).

Ansonsten faßt der letzte Satz den Inhalt des Buches gut zusam­men:

"Herr, ich will die Welt lieben, und ich will damit anfangen, indem ich mich selbst lieben und anzunehmen lerne"(S. 180).

Eine Seite vorher erzählt McDowell, wie er sich selbst zu Sylvester fünf Dutzend Blumen geschenkt hat, die ihn an Gottes Liebe und die Möglichkeit der Selbstliebe erinnern sollen. Diese Begebenheit zeigt, wie sich auch ein ansonsten klarer Denker und Autor vergallopieren kann, wenn er zu viel über sich selbst und zu wenig über Christus nachdenkt.

 Die Rezension/Kritik stammt von: Wolfgang Bühne
 Kategorie: Nachfolge, Leben als Christ

  Verlag: Editions Trobisch
  Jahr: 1997
  ISBN: 978-3878270133
  Seiten: 186
 €    Preis: 12,95 Euro

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