Christliche Liederdatenbank    

Erhör, o Gott, mein Flehen

1) Erhör, o Gott, mein Flehen,
hab auf mein Beten acht.
Du sahst von fern mich stehen,
ich rief aus dunkler Nacht.
Auf eines Felsens Höhe
Erheb mich gnädiglich.
Auf dich ich hoffend sehe:
Du lenkst und leitest mich.

2) Mein Bitten hast erhöret,
mein Gott, in Gnaden du.
Wer deinen Namen ehret,
dem fällt dein Erbe zu.
So schenke langes Leben
dem, der sich dir geweiht;
wollst Jahr um Jahr ihm geben,
ihn segnen allezeit.

3) Du bist gleich einem Turme,
den nie der Feind bezwang.
Ich weiche keinem Sturme,
bei dir ist mir nicht bang.
In deinem Zelt bewahren
willst du mich immerdar.
Mich hütet vor Gefahren
dein schirmend Flügelpaar.

4) Vor Gottes Angesichte
steh er in Ewigkeit.
Es wird ja nie zunichte
des Herrn Barmherzigkeit.
So will dein Lied ich singen,
wie ich es dir versprach,
mein Lobesopfer bringen
von neuem Tag um Tag.

Edith Stein, die vom Judentum zum Katholizismus übergetretene und schließlich in Auschwitz ermordete Ordensschwester und Dichterin, hält sich in ihrem Psalmlied eng an den biblischen Text, gibt aber den knappen Sätzen des Psalms etwas mehr Breite. Die Fürbitte für den König ersetzt sie durch ein Gebet für alle, die sich auf Gott verlassen. Der Text erhielt für die katholische Liedsammlung „Kirchenlied II“ 1967 die Genfer Melodie von Psalm 128. (Andreas Marti)

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

  Cover Nummer Noten
Chorbuch Trauer 20 Bestellen
Der Nacht entrissen 35 Bestellen
Evangelisch-reformiertes Gesangbuch (RG) 37 Bestellen
Gotteslob 439 Bestellen