O Herr, mein Gott, wie bist du groß    

1) O Herr, mein Gott, wie bist du groß,
du Schöpfer aller Welt!
Des Lichtes Glanz ist dein Gewand,
des Himmels Blau dein Zelt.

2) Auf Sturmes Flügeln fährst du hin,
die Wolken sind dein Wagen,
die Winde deine Diener sind,
die deine Botschaft tragen.

3) Du hast die Erde fest gebaut,
der Berge Höhn bestimmt,
des Wassers Lauf hast du gelenkt,
dass seinen Weg es nimmt.

3) Du lässest in der Täler Grün
die Quellen sprudelnd blinken;
des Bächleins Wellen lässt du ziehn,
daraus die Tiere trinken.

5) Du lässt der Felder Korn erstehn,
gibst Brot, dem Menschen Kraft;
zu seiner Freude schenkst du ihm
den Wein, der Rebe Saft.

6) Den Vögeln gibst du das Gezweig,
darin ihr Nest sie bauen;
du schenkst dem Vieh der Weide Gras
aus saftgen grünen Auen.

7) Du riefst den Mond ans Firmament,
du lenkst der Sonne Lauf,
dass ihren Niedergang sie kennt
und steh am Morgen auf.

8) Dann fängt der Mensch sein Tagwerk an,
du gibst ihm Kraft und Segen,
dass er es recht vollenden kann
auf allen seinen Wegen.

9) Wie groß sind deine Werke, Herr!
Dein Wort rief sie ins Sein!
Der hohe Berg, das weite Meer,
die ganze Welt ist dein!

Text: (1951)
Melodie: (1958), (1966)

Das Lied "O Herr, mein Gott, wie bist du groß" ist in 2 Liederbüchern enthalten:

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