Und wir saßen da und weinten    

1) Und wir saßen da und weinten, weit entfernt, im fremden Land.
Alles hatten wir verloren unsre Häuser, abgebrannt!
Nur was wir am Körper trugen, hatten wir uns mitgebracht.
Wir, der Spielball eines Krieges, Opfer mancher Schreckensnacht.

2) Und wir saßen da und weinten, jede Hoffnung schien erstickt,
denn wir waren nicht willkommen, wurden feindlich angeblickt.
"Singt doch eure Glaubenslieder!", höhnten Feinde uns zum Spott,
"Wenn ihr Hilfe braucht, dann bittet einfach euren eignen Gott."

3) Und wir saßen da und weinten, Opfer hier und Opfer dort.
Wollten ohne Angst nur da sein, suchten einen Zufluchtsort.
Unser Gott will, dass wir leben, doch der Mensch, der macht's Gott schwer.
Nur wo wir zusammenrücken, fließen keine Tränen mehr.

4) Und wir saßen da und weinten, dachten oft an altes Glück,
sehnten uns nach unsern Liedern, wollten nach Zuhaus zurück.
Und wir haben aufgeatmet, wenn ein Einlass offenstand,
wenn uns Menschen respektierten und uns reichten ihre Hand.

Text:
Melodie:
Bibelstelle: Psalm 137

Das Lied "Und wir saßen da und weinten" ist in 1 Liederbüchern enthalten:

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