Christliche Liederdatenbank    

Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel

1) Weicht, ihr Berge, fallt ihr Hügel,
brecht, ihr Felsen, alle ein!
Gottes Gnade hat das Siegel,
sie will unverändert sein.
Lass die Welt zu Trümmern gehn,
Gottes Gnade bleibt bestehn.

2) Gott hat mir ein Wort versprochen,
Gott hat einen Bund gemacht;
er wird nimmermehr gebrochen,
bis er alles hat vollbracht.
Er, die Wahrheit, trüget nicht,
was er saget, das geschicht.

3) Seine Gnade soll nicht weichen,
wenn gleich alles bricht und fällt,
sondern ihren Zweck erreichen,
bis sie mich zufriedenstellt.
Gott ist fromm und gut und treu,
ob die Welt voll Heuchelei.

4) Lass sein Antlitz sich verstellen,
ist sein Herz doch treu gesinnt
und bezeugt in allen Fällen,
dass ich sein geliebtes Kind,
dem Er beide Hände reicht,
wenn auch Grund und Boden weicht.

5) Er will Friede mit mir halten,
wenn die Welt gleich Lärmen macht.
Ihre Liebe mag erkalten,
ich bin bei Ihm wert geacht't;
und wenn Höll und Abgrund brüllt,
bleibt Er mir doch Sonn und Schild.

6) Er, der Herr, ist mein Erbarmer,
so hat Er sich selbst genennt;
das ist Trost, so werd ich Armer
nimmermehr von Ihm getrennt.
Sein Erbarmen lässt nicht zu,
dass Er mir was Leides tu.

7) Nun es bleibt mein ganz Vertrauen
auf Ihn ankerfest gericht't;
auf Ihn will ich Felsen bauen,
denn ich weiß, dass es geschicht.
Erd und Himmel kann vergehn,
sein Bund bleibet feste stehn.

Text: (1723)
Melodie: (1680), (1698)

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

  Cover Nummer Noten
Gemeinschaftsliederbuch 347 Bestellen
Gemeindelieder 373 Bestellen