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Predigten zu 1. Könige 8,27

"Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!"

Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Ob wir in China oder Südamerika, in Ägypten, Italien oder Griechenland reisen, überall finden wir Tempel und Trümmer von Tempeln. Die zeugen davon, wie der Mensch immer wieder versucht hat, Gott gleichsam einzufangen und Ihm eine Wohnung in unserer Mitte zu bereiten.

Da war in uralter zeit ein junger König Salomo. Der hat auch mit ganzer Liebe und großem Eifer ein „Gotteshaus" gebaut. Aber bei der Einweihung dieses wundervollen Tempels sprach er es klar aus: Dieser Tempel kann niemals Gottes Wohnung sein. Er ist nur Opfer- und Gebetsstätte. Denn „der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen, wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe!" Salomo hatte Recht. Unser Gott ist so unendlich groß, herrlich und gewaltig, dass die ganze Schöpfung Ihn nicht fassen und beherbergen kann. Und doch – und das ist wunderbar! – diesem großen Gott hat es Wohlgefallen, sich ein Heim und eine Wohnung zu suchen in dem kleinsten Raume, der nur denkbar ist: im Herzen von Menschenkindern.

Der Sohn Gottes, Jesus, hat gesagt: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen."

Das ist ein wunderbares und anbetungswürdiges Ding, dass unser Herz sein soll, was der schönste Tempel nicht sein konnte: Gottes Wohnung. Amen.