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Predigten zu 1. Korinther 2,16

"denn "wer hat den Sinn des Herrn erkannt, der ihn unterweise?" Wir aber haben Christi Sinn."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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ZU WENIG ÜBERLEGT

Einige meinen, dass Sorgen das Ergebnis von zu vielem Nachdenken seien. Tatsächlich sind sie aber das Resultat von zu wenigem Nachdenken über die richtigen Dinge. Als wir errettet wurden, empfingen wir eine neue Gesinnung, eine neue Sichtweise. Unser menschliches Denkmuster wurde um eine göttliche oder übernatürliche Komponente erweitert. Der Apostel Paulus sagte: „Denn die, die nach dem Fleisch sind, sinnen auf das, was des Fleisches ist; die aber, die nach dem Geist sind, auf das, was des Geistes ist. Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod, die Gesinnung des Geistes aber Leben und Frieden“ (Röm 8,5-6). Weil wir den Geist Gottes empfangen haben, denken wir auf einer geistlichen – und nicht auf einer fleischlichen – Ebene.

Paulus erklärte auch: „Aus ihm aber kommt es, dass ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung“ (1Kor 1,30). Da Gott uns seine Weisheit gegeben hat, sind wir in der Lage, tief schürfende Gedanken über den ewigen Gott zu erfassen.


Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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Die Denkweise Jesu

"Wir haben Christi Sinn."

Wir, die Geistesmenschen, haben Christi Sinn oder Denkweise. Das heißt: wir denken so wie er. In seinen Gliedern denkt der Herr selbst, wie er auch in ihnen fühlt und begehrt. Wer erkennt den Sinn des Herrn? Niemand von Natur. Der Heilige Geist führt uns in die Gedanken des Herrn ein. Sie sind so ganz anders und entgegengesetzt den Gedanken des natürlichen Menschenherzens (Jes. 55, 8). Den Sinn Christi ersehen wir besonders aus den Seligpreisungen. Jesus preist die Armen selig. In der Welt preist man die Reichen glücklich. Beim Heiland sind die Leidtragenden selige Menschen; nach dem Welturteil die, die da lachen und im Vollen sitzen. Jesus preist die Sanftmütigen selig, die sich alles bieten und gefallen lassen. Nach dem Urteil der Welt sind die, welche sich vordrängen und mit roher Gewalt durchsetzen können, beneidenswerte Menschen. Der Heiland lässt sein Wehe über die Satten und über alle die ergehen, die auf ihr Geld und ihre Macht pochen. So wird alles auf den Kopf gestellt. Was in der Weit groß ist, gilt im Reich Gottes nichts. Der Größte im Reich Gottes ist der, welcher aller Diener ist. Im Reich Gottes gelten ganz andere Gesetze und Grundsätze. Das geistliche Urteil ist grundverschieden vom weltlichen. Die Gedanken des Menschen, der von Jesus fern ist, sind verkehrt, sie irren ab. Er rechnet nicht mit dem lebendigen Gott, sondern nur mit natürlichen Ursachen. Er kennt das Grundverderben des Menschenherzens nicht. Darum denkt und rechnet er falsch. Er bleibt bei der Außenseite stehen, blickt nicht auf den Grund. Seine Urteile sind schief. Weithin gilt z. B. der verkehrte Satz: Der Mensch ist nur schlecht infolge der schlechten Verhältnisse und Zustände. Schafft andere Verhältnisse, so kriegt ihr bessere Menschen! Wie klug kommen sich diese verkehrten Leute noch vor! Vor Gott sind diese Gedanken eitel, leer und nichtig. Die Gedanken Gottes sind den Weltklugen nichts als Torheit. In der Neugeburt findet eine Umkehrung der Gedanken und eine Umwertung der Begriffe statt. Was den unerleuchteten Menschen als Hemmnis erscheint, darin erkennt der Gottesmensch eine Förderung. Wer im Sinne Christi denkt, trifft das Rechte. Er hat den göttlichen Maßstab am Wort Gottes. Er kann darum auch allein den rechten Weg angeben, der aus allem Jammer führt: Umkehr zu Gott und seinem Sohn Jesus Christus, in dem allein unser Heil steht.

Herr, bei jedem Wort und Werke mahne mich dein Geist daran:

Hat auch Jesus so geredet? Hat auch Jesus so getan?