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Predigten zu 1. Korinther 2,14

"Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird;"

Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Der natürliche Mensch nimmt die Dinge, die des Geistes Gottes sind, nicht an; denn sie sind ihm Torheit."

Es hat Gott gefallen, viele Dinge zu sagen, die wir falsch auffassen können, und sie nicht zu erklären. Oft finden wir in der Bibel Aussagen, die sich zu widersprechen scheinen oder die mit den uns bekannten Tatbeständen des Lebens nicht in Einklang zu bringen sind, und es hat ihm gefallen, es dabei zu belassen. Viele Schriftstellen vermögen wir nicht genau zu erklären: Hätten wir die Bibel geschrieben, wir hätten alles viel klarer dargestellt, so dass die Menschen die Lehre in systematischer, alle Missverständnisse ausschließender Ordnung vor sich gehabt hätten. Aber hätten sie damit auch das Leben gehabt?

Gottes große ewige Wahrheiten sind den Weisen verborgen, aber den Unmündigen offenbart, denn erfasst werden sie durch den Geist. Sein Wort ist kein Lehrbuch. Es soll uns in unserem alltäglichen Wandel im Geiste begegnen und dort zu uns reden. Es soll uns Erkenntnis vermitteln, die in Zusammenhang mit dem Leben steht und auf Erfahrung beruht. Wenn wir versuchen, Gott durch systematische Theologie zu erkennen, sind wir vollkommen auf dem Holzweg.


Autor: William MacDonald (* 07.01.1917; † 25.12.2007) US-amerikanischer Prediger der Brüdergemeinden
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"Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an (fasst nicht), was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird."

Der natürliche Mensch ist der, der nicht wiedergeboren ist. Er hat den Geist Gottes nicht. Er will geistliche Wahrheiten nicht annehmen, weil sie ihm unsinnig vorkommen. Aber das ist nicht alles. Er kann geistliche Wahrheiten auch nicht verstehen, weil sie nur durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes verstanden werden können.

Wir müssen mit Nachdruck darauf hinweisen. Es ist nicht so, dass der unbekehrte Mensch die Dinge Gottes einfach nicht verstehen will. Er kann sie nicht verstehen. Er hat dafür eine angeborene Unfähigkeit. Das hilft mir, die Aussagen der Wissenschaftler, Philosophen und anderer Akademiker in dieser Welt richtig einzuordnen. Solange sie über irdische Dinge sprechen, respektiere ich sie als Experten. Aber sobald sie in geistliche Bereiche eindringen wollen, spreche ich ihnen die Fähigkeit zu qualifizierten Aussagen ab.

Ich bin nicht über Gebühr überrascht, wenn ein Universitätsprofessor oder ein liberaler Kirchenführer Schlagzeilen macht, indem er die Aussagen der Bibel anzweifelt oder ableugnet. Ich habe gelernt, das zu erwarten und es als unqualifizierte Aussage nicht zu beachten. Mir ist klar, dass die Nichtwiedergeborenen über ihre Fähigkeiten hinausgehen, wenn sie über die Dinge des Geistes Gottes reden.

F.W. Boreham verglich die großen Männer der Wissenschaft und Philosophie mit Passagieren zweiter Klasse auf einem Ozeandampfer, die von dem Sonnendeck erster Klasse ausgeschlossen sind. "Wissenschaftler und Philosophen - als solche - sind sozusagen 'Passagiere zweiter Klasse', und sie müssen auf ihrem eigenen Deck bleiben. Sie sind keine Autoritäten bezüglich des christlichen Glaubens ... Wir haben einen Glauben, der durch die Verachtung der Passagiere zweiter Klasse nicht erschüttert werden kann, der aber auch durch ihre Bestätigung und Sympathie keine wirkliche Unterstützung erhält." Natürlich gibt es auch manchmal einen Wissenschaftler oder Philosophen, der auch ein Heiliger ist. In solchen Fällen, so Boreham, "entdecke ich immer ein Ticket erster Klasse, das aus seiner Tasche herausschaut; und während ich in seiner erfrischenden Gesellschaft auf dem Sonnendeck spaziere, denke ich an ihn als Wissenschaftler genausoviel, wie ich an Bunyan als Kesselflicker denke. Wir sind Passagiere und Freunde - erster Klasse". Robert G. Lee sagte: "Menschen können klug und gelehrt und wissenschaftlich sein und alles über Steine und Moleküle und Gase wissen, und doch sind sie oft gleichzeitig völlig inkompetent in der Beurteilung des Christentums oder der Bibel."


Autor: Martin Luther (* 10.11.1483; † 18.02.1546) theologischer Urheber der Reformation
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Ich danke Dir, Herr

Die Welt ist voller Heuchler, die mit dem Mund sagen: »Ich danke Dir, Herr!« Aber es kommt nicht von Herzen, denn wie Paulus sagt, kann niemand Jesus einen Herrn heißen, als nur durch den Heiligen Geist. Wer aber Gott danken soll, der muss erkennen und von Herzen bekennen, dass alles, wofür er dankt, Gottes Gnaden und Gaben sind. Nun kann aber niemand Gottes Gaben durch die Vernunft erkennen, sondern der Heilige Geist muss es unseren Herzen zeigen, wie Paulus in 1. Korinther 2,12 sagt: »Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist.« »Wer wüsste das nicht«, so sagen sie, »dass alles, was wir haben, Gottes Gaben sind?« Und es ist wahr, sie wissen alles und noch mehr als alles. Darum ist der Apostel Paulus auch ein großer Narr in ihren Augen, wenn er meint, sagen zu müssen, der Heilige Geist gehöre dazu, wenn man davon etwas wissen will. Und sie halten sich für so treffliche Leute, dass sie meinen, es nicht allein ohne den Heiligen Geist zu wissen, sondern auch aufgrund eigener Erfahrung schon längst zu dieser Erkenntnis gekommen zu sein.