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Predigten zu 1. Petrus 3,14

"Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Fürchtet aber nicht ihre Furcht, noch seid bestürzt,"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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Obwohl die Wahrscheinlichkeit relativ klein ist, gibt uns der Apostel Petrus dennoch zu bedenken, dass eine geringe Möglichkeit besteht, dass wir trotz unseres gerechten Wandels Leid erfahren werden. Tatsächlich litten viele Christen der frühen Gemeinde wegen ihres Gehorsams gegenüber dem Herrn Jesus Christus. Andere wiederum litten auf Grund ihres Ungehorsams. Wenn ein Christ dem Wort Gottes nicht gehorcht, empfindet die Welt größere Freiheit und Rechtfertigung, ihm feindlich gegenüberzutreten. Aber auch gottesfürchtige Christen sollten weder überrascht noch erschrocken sein, wenn die Welt ihnen feindlich gesinnt ist.

Ein leidenschaftliches Streben nach Gottseligkeit ist keine Garantie dafür, dass wir keine Verfolgung erleiden werden. Gutes zu tun, verringert lediglich dessen Wahrscheinlichkeit. Niemand wirkte jemals mehr Gutes als Jesus, dessen ungeachtet brachte ihn die Welt dennoch zur gegebenen Zeit um. Nichtsdestotrotz sollte dein Leben tadellos sein, so dass du deinen Kritikern keinen gerechtfertigten Anlass zu irgendeiner Beschuldigung lieferst.


Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Fürchtet euch vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht

Es war zu einer Zeit schwerer, heißer Prüfung, dass Petrus diese Worte schrieb. Die Verfolgung hatte bereits angefangen am Hause Gottes. Schon vernahm man das erste Grollen jenes furchtbaren Sturmes, der durch die schrecklichen Gräueltaten Neros die ganze römische Welt durchzitterte. Es war daher der Zweck dieses Briefes, die zerstreuten Heiligen aufzumuntern, dass sie sich nicht von der Furcht überwältigen ließen. Vielleicht mögen einige, die dieses lesen, ähnlichen Trostes bedürfen. Gedenket daran, meine geliebten Brüder, dass Jesus auch gelitten hat; euer HErr und Meister hat diesen Dornenpfad vor euch betreten. Wollet ihr nicht Anteil haben an seinem Schmerz, damit ihr auch seiner Herrlichkeit teilhaftig werdet? Nur im Leiden können wir die große Herzensangst der Welt verstehen, und lernen andere trösten und für sie beten. Es wird wohl niemand die innige Zartheit der Gemeinschaft mit Jesu so tief empfinden, wie solche, die täglich „an ihrem Fleisch erstatten, was noch mangelt an Trübsalen in Christo.“ Übrigens ist die Furcht vor geahntem Leiden viel schwerer zu tragen, als dessen tatsächliche Erfahrung. Wahrscheinlich befreit Gott seine Märtyrer völlig von jenen körperlichen Qualen, die den Zuschauern unerträglich scheinen.

Auch was wir heute erleben an den armenischen Flüchtlingen, den Verfolgten in China, den gefangenen und verbannten Kindern Gottes in allen Teilen der Erde, bestätigt die Vermutung, dass Gott in ganz besonderer Weise seine Hand über ihnen hält. – Heiligen wir nur Gott den HErrn in unseren Herzen, huldigen wir Jesu Christo, als unserem Könige. Sorgen wir dafür, dass wir ein gutes Gewissen haben, dass wir uns nicht aus Menschenfurcht abwendig machen lassen; dann werden wir, wenn Leiden an uns herantritt, es erfahren, dass das Feuer seine Macht verloren hat.