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Predigten zu Epheser 2,13

"Jetzt aber, in Christo Jesu, seid ihr, die ihr einst fern waret, durch das Blut des Christus nahe geworden."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Jetzt aber seid ihr nahe geworden durch das Blut Christi."

Wenn wir auch Glauben an Gott haben, und alle unsere Werke aus den besten Beweggründen verrichten, auch dann haben wir nicht ein einziges gutes Werk, bis es mit dem Blut Christi besprengt ist.

Wenn wir zurückblicken auf alles, was wir je in unserem Leben getan haben, können wir ein einziges Werk finden, das wir gut nennen dürfen, bis Christi Blut darauf gelegt wird? Gesetzt, es ist etwas Gutes daran, denn der Geist wirkte es in unseren Seelen, so ist aber auch viel Böses daran, denn unsere besten Werke sind sehr befleckt, ja vernichtet durch die daran klebenden Sünden und Unlauterkeiten, dass wir sie nicht gut nennen können, bis Jesus sie mit seinem Blut besprengt und die Flecken hinweggenommen hat. O, wie oft habe ich bei mir selbst gedacht: "Jetzt habe ich mir Mühe gegeben, Gottes Wort zu verkündigen; ich habe zu jeder Zeit mich nicht gescheut, vor Freunden und Feinden den ganzen Rat Gottes zu verkündigen;" und doch, ihr Lieben, wie manche dieser Predigten sind gar keine guten Werke gewesen, weil ich zur Zeit nicht in lauterer Weise auf die Ehre meines Meisters blickte, oder weil ich nicht genug im Glauben predigte, oder weil ich vielleicht eine unlautere Absicht auch im Gewinnen von Seelen hatte: denn ich habe oft besorgt, auch wenn wir uns freuen, bekehrte Seelen zu sehen, dass wir einigen bösen Beweggrund, nämlich die eigene Ehre, haben möchten, dass die Welt sagen könnte: "Seht, wie viele Seelen durch ihn zu Gott geführt worden sind!" Und auch wenn die Kirche sich vereinigt zur Vollbringung heiliger Werke, habt ihr da nicht bemerkt, wie manches Eigene und Selbstische sich dabei einschleicht, ein Wunsch, unsere eigene Kirche zu erhöhen, unser eigenes Volk zu verherrlichen und uns selbst mächtig zu machen. Es sind in diesen Werken so viele Flecken, dass sie im Blut Christi gewaschen werden müssen, wenn sie zu etwas nütze sein sollen.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Errettung: Die richtige Beziehung zwischen Gott und Menschen

Der Grund für all unser menschliches Elend liegt in einer tiefen Zerrüttung, einer zerbrochenen Beziehung zu Gott und untereinander. Was auch sonst noch der Fall des Menschen bedeuten mag, ganz sicher gehört dazu eine radikale Veränderung der Beziehung des Menschen zu seinem Schöpfer. Er nahm Gott gegenüber eine neue Haltung an, und indem er das tat, zerstörte er die richtige Schöpfer-Geschöpf- Beziehung, in der, ohne dass er es weiß, seine wahre Glückseligkeit liegt. Im tiefsten Grund ist die Errettung die Wiederherstellung des rechten Verhältnisses zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer, eine Wiederbringung der normalen Schöpfer-Geschöpf-Beziehung. Ein erfülltes geistliches Leben wird stets mit einem kompletten Wechsel in der Beziehung zwischen Gott und dem Sünder anfangen, nicht nur, was die Rechtfertigung angeht, sondern es kommt zu einem bewussten und erfahrenen Wechsel, der die gesamte Natur des Sünders erfasst. Die Versöhnung im Blut Jesu macht einen solchen Wechsel rechtmäßig möglich, und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes gibt dem Herzen Ruhe und Glückseligkeit. Die Geschichte des »verlorenen Sohnes « beschreibt Letzteres auf vollkommene Weise. Der verlorene Sohn hatte eine Welt voll Kummer auf sich herabgebracht, indem er die Stellung verlassen hatte, die er rechtmäßig bei seinem Vater eingenommen hatte. Im Grunde war seine Wiederherstellung nichts anderes als die Wiederaufrichtung der Vater-Sohn- Beziehung, die er von Geburt an innehatte, die aber durch den Akt seiner sündigen Rebellion zeitweilig außer Kraft gesetzt war. Diese Geschichte übergeht die rechtmäßigen Aspekte der Errettung, macht dafür aber auf wunderbare Weise die erfahrbaren Aspekte der Erlösung deutlich.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Wohltaten der Gnade

Nur ein gläubiger Christ kann bezeugen: »Ich bin ein Sünder - durch Gottes Gnade gerettet!« Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Alles, was wir haben, stammt aus Seiner Gnade. Jesus Christus, das ewige Wort, das Fleisch ward und unter uns wohnte, ist der offene Verbindungskanal, durch den Gott uns alle Seine Wohltaten schenkt, sowohl den Heiligen wie auch den Sündern - ja, auch den Sündern!

Selbst wenn du nicht bekehrt bist und deine eigenen Wege gehst, hast du schon viel aus der Fülle Seiner Wohltaten empfangen. Du hast das pulsierende Leben bekommen, das in deiner Brust schlägt. Du hast ein hervorragendes Denkvermögen und das Gehirn bekommen, ohne das du nichts tun könntest. Du hast ein Gedächtnis erhalten, das die Erinnerungen, die du magst, aneinander fügt wie ein Juwelier Perlen zu einer Halskette aneinander reiht.

Wenn wir zu einem ungläubigen Menschen sagen: »Glaube an Jesus Christus«, dann sagen wir eigentlich: »Glaube an den Einen, der dich erhält, der dich schützt und der dir das Leben gegeben hat. Glaube an den Einen, der sich deiner erbarmt, der dich verschont und bewahrt. Glaube an den Einen, von dem du stammst!«