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Predigten zu Epheser 2,10

"Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf dass wir in ihnen wandeln sollen."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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"Denn wir sind sein Gebilde, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken."

Was ist der Nutzen der guten Werke, zu denen wir geschaffen sind? Ihr Nutzen ist zum ersten der, dass sie Zeugnisse und Beweise der im Menschen wirkenden Gnade oder des geistlichen Lebens in der Seele sind. Steht nicht geschrieben: "Wir wissen, dass wir vom Tod zum Leben durchgedrungen sind, denn wir lieben die Brüder?" Bruderliebe ist ein gutes Werk. Ferner: "Wenn jemand in mir bleibt, so bringt er viel Frucht." Früchte der Gerechtigkeit sind gute Werke, und sind Beweise, dass wir in Christus bleiben. Wenn ich einen Tag nach dem andern in Sünden lebe, welches Recht habe ich, zu denken, dass ich ein Kind Gottes bin? Es kommt einer in die Kirche, er hört das Evangelium und ruft aus: "Welche herrliche Wahrheit! welche himmlische Lehre!" Und doch, kaum hat er die Kirche verlassen, so sieht man ihn von einem Wirtshaus in's andre gehen und sich betrinken. Hat dieser Mensch ein Recht, sich für einen Erben des Himmels zu betrachten? Gibt er Beweise, dass er der göttlichen Gnade teilhaftig ist? Kann Sünde und Gnade zusammen die Herrschaft haben?

Kann man in der Sünde leben, und doch ein Kind Gottes sein? O schreckliche Täuschung! Der Christ hat freilich auch noch Sünde in seinem Herzen, aber er seufzt und weint darüber, und kämpft dagegen. In seinem äußeren Wandel aber wird er bewahrt, dass der Arge ihn nicht antasten kann; der Herr behütet ihn unter dem Schatten seiner Flügel. Werke sind also Zeugnisse unseres Glaubens; durch den Glauben werden unsere Seelen gerechtfertigt vor Gott; durch die Werke aber wird unser Glaube gerechtfertigt vor uns selbst und unseren Nebenmenschen.


Autor: Watchman Nee (* 04.11.1903; † 30.05.1972) chinesischer Prediger
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"Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf dass wir in ihnen wandeln."

Den Anfang dieses Verses könnte man auch übersetzen: "Wir sind sein Meisterwerk." Die Gemeinde ist die allerbeste, die Gott hervorbringen kann; sie ist unübertrefflich. Wenn wir uns umschauen und überall Versagen sehen, fragen wir uns oft: "Wo wird die Gemeinde hinkommen?" Darauf sage ich: "Nirgends wird sie hinkommen, sie ist bereits angelangt." Um ihr Ziel zu entdecken, müssen wir nicht voraus-, sondern zurückschauen. Gott hat seinen Zweck schon vor Grundlegung der Welt in Christus erreicht. Und indem wir mit ihm im Licht dieser übernatürlichen Tatsache vorschreiten, erleben wir auch jetzt, wie sie sich immer mehr offenbart. In Römer 8,30 sagt uns Paulus, diejenigen, die Gott zuvorbestimmt habe, die habe er auch berufen und gerechtgesprochen und verherrlicht. Alle, die ihm angehören, sind also in seinen Augen schon verherrlicht. In Christus ist das Ziel erreicht. Die Gemeinde ist schon in der Herrlichkeit angelangt!


Autor: Jakob Kroeker (* 1872; † 12.12.1948) wichtigster Vertreter des freikirchlichen russländischen Protestantismus
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"Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen."

Die Kirche Jesu Christi ist die Neuschöpfung Gottes, daher ihre dauernde Abhängigkeit von der Offenbarung und der Kraft Gottes. Die Gemeinde konnte niemals gemacht werden. Sie wurde und zwar durch Kräfte einer anderen Welt. Sie ist nicht die Frucht einer Entwicklung, sie ist die Schöpfung der Offenbarung. Gott sprach und das Fleisch gewordene Wort schuf je und je durch den Geist seines Evangeliums jenes Neue, das wir Gemeinde Gottes, oder Leib des Christus, oder Tempel des Geistes, oder Gemeinschaft der Heiligen, oder sonst wie nach unserem neutestamentlichen Sprachgebrauch nennen.

Wie in der Urschöpfung, so ist Gott auch in der Berufung, im Aufbau und in der Vollendung seiner Gemeinde nicht das sich dienen lassende, empfangende Objekt, sondern das ursächliche, neuschaffende Subjekt. Sein Wort ist schöpferische Tat, sein Geist sich mitteilendes Leben. Durch sie versetzt Er uns aus der Gewaltherrschaft der Finsternis in die Königsherrschaft des Sohnes seiner Liebe.

Gottes höchste Offenbarung ist uns im Sohne geworden. Der Vater der Barmherzigkeit kam im Sohne zu uns, bevor wir in dem Sohne zu ihm kamen. "Da wir zu Gott nicht konnten kommen, kam Er zu uns von oben her" - in diesem Wort bekennt die Kirche daher ihre schlechthinnige Ohnmacht allem Göttlichen gegenüber.

Die Kirche Christi in ihren Gliedern vermag mithin nur insoweit Gott zu dienen, als ihr zuvor von Gott gedient wurde. In ihrem Wesen und in ihrem Aufbau, in ihrer Kraft und in ihrem Dienste handelt es sich also nicht um Gott innerhalb eines Menschenwerkes, sondern um den Menschen innerhalb eines Gotteswerkes. Organisch verflochten mit der gegenwärtigen Welt der Sünde und des Todes, schuf nicht sie sich ihren Erlöser, ihre Erleuchtung, ihre Rechtfertigung, ihre Auferstehung zu neuem Leben. Dieses war Gottes Tat. Er sandte seinen Sohn in unsern Fall mit seiner menschlichen Entwicklung zum Gericht und zum Tode hin. Und Christus als Sohn und Gesalbter seines Vaters stand mit seinem Leben und seinem Dienst, mit seiner Botschaft und seinem Opfer außerhalb dieser unserer Entwicklung. So konnte Er, uns zur Erlösung aus unserem gegenwärtigen "Todesleib" werden. Sein Wort war mächtiger als die Sprache unseres Geistes, seine Gnade grösser als unsere Schuld, seine Tat tiefer als unser Fall, sein Leben stärker als unser Tod. Denn in unserem Versetztwerden in die Sohnschaft wirkte sich eine Kraft aus, die nicht von dieser Welt war und die uns daher aus unserer Welt des Todes in die des göttlichen Lebens versetzen konnte.


Autor: Hermann Friedrich Kohlbrügge (* 15.08.1803; † 05.03.1875) niederländischer reformierter Theologe

Steht nun von der ersten Schöpfung geschrieben: Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe da, es war sehr gut, so soll es um so mehr von der neuen Schöpfung wahr sein. Gott hat alles angesehen, was er gemacht hat, und siehe, es ist sehr gut. Es folgt daraus von selbst, dass wir, die da glauben, weil wir glauben, weil wir Gottes Werk sind, in seinen Augen gut sind.

Demnach sage ich, dass wir uns nicht nach Werken umzusehen haben, um gut zu werden . Diese Wahrheit liegt in den apostolischen Worten auf der Hand, sonst würde Paulus nicht geschrieben haben: Sein, d. i. Gottes Werk sind wir; denn, wenn er schreibt: Gottes Werk sind wir, so will er doch damit sagen, dass wir es aus unsern Werken nie und nimmer werden oder geworden sind, was wir geworden sind, sondern dass es rein eine schöpferische Tat Gottes ist. Der Apostel bedient sich dazu eines kräftigen Ausdrucks, womit er fast dasselbe sagt, was er in dem achten Verse schreibt: Aus Gnaden seid ihr errettet worden durch den Glauben, und dasselbe nicht aus euch, Gottes Geschenk ist es. Was errettet worden oder selig gemacht ist, das ist nicht zur Hälfte errettet oder selig gemacht, so dass noch etwas für den Menschen übrig bleiben sollte, um diese Errettung oder Seligkeit noch näher auszubilden, sondern es ist, was es ist, nämlich. errettet, vollkommen errettet, vollkommen selig gemacht.

Gottes Geschöpf und Werk bleibt gänzlich abhängig von Gott, so dass all dessen Wesen, Tun, Denken, Wollen und Sich – bewegen ganz und gar von Gott ist und nicht von dem Geschöpf selbst. Wir haben demnach uns nicht nach Werken umzusehen, um gut zu werden , sondern in allem und für alles nach Gott, der uns gut geschaffen in dieser neuen Schöpfung.

Der Herr führt's wahrlich aus für mich!
Ach, wirst du dich bald offenbaren?
Lass, Herr, da Gnade dich verklärt
und ewig währt,
dein Werk nicht fahren!


Autor: Hermann Friedrich Kohlbrügge (* 15.08.1803; † 05.03.1875) niederländischer reformierter Theologe

Wie sollten wir gute Werke tun können? Gott hat sich unser erbarmt, er hat uns einem andern Stammhaupte einverleiht, er hat einen andern Adam geschaffen, Jesum, unsern Heiland, den Herrn aus dem Himmel. Dieser ist uns nicht von Gott gemacht worden, dass er für sich selbst dastehe gleichsam als ein Beispiel, was aus dem wird, der Gott glaubt, so dass wir nur seinem Vorbilde nachzufolgen hätten, um eben dieselbe Durchhilfe zu erfahren. Dieser hat nicht gute Werke für sich selbst getan, auf dass wir etwa mit seiner Hilfe nun gute Werke zu tun hätten, um auch so gut zu werden wie er, sondern da uns Christus Jesus von Gott zum zweiten Adam gemacht wurde, da wurde er uns zu einem solchen Adam gemacht, der es nicht von uns abhängig sein ließ, wie viel oder wie wenig gute Werke wir tun würden, auf dass darnach unsere Seligkeit bestimmt würde, sondern zu einem solchen Adam, der an unserer Statt das alles darstellte, was die Schrift gute Werke heißt; und das nicht allein, sondern auch zu einem solchen, der auch unsern Tod, unser Geschiedensein von Gott durch seinen Tod aufhob, dass er aber alles das an unserer Statt darstellte, was die Schrift gute Werke heißt, bezeugt der Apostel an einer anderen Stelle auch, indem er schreibt: Das Wort des Eides, das nach dem Gesetz gesagt ist, setzt den Sohn ewig und vollkommen. Hebr. 7,28.

Nur in ihm, o Wundergaben,
können wir Erlösung haben,
die erlösung durch sein Blut.
Hört's, das Leben ist erschienen,
und ein ewiges Versühnen
kommt in Jesu uns zugut.


Autor: Hermann Friedrich Kohlbrügge (* 15.08.1803; † 05.03.1875) niederländischer reformierter Theologe

Gott hat dafür Sorge getragen, er hat die guten Werke zuvor bereitet, auf dass ich in denselben sollte gewandelt haben. Da habt ihr nun noch näheren Bescheid auf das Wie, nämlich wie wir denn in Gottes Geboten wandeln, da wir doch arme, zu allem Guten untüchtige Sünder sind. Gott hat es selbst dargestellt durch seinen Christum, er hat es zuvor bereitet; darum kann es uns an keinen guten Werken fehlen, falls wir glauben.

Gefährliche Lehre, mag mancher denken. Freilich, dem Teufel ist sie sehr gefährlich; denn je lauterer sie gepredigt wird, um so mehr Untertanen wird er verlieren, und er wird für die Hölle nicht mehr so viele bekommen wie sonst. Gefährlich ist sie auch allerdings dem Menschen, der solche Lehre mit unzerknirschtem Herzen anhören kann; denn solche Lehre von Gottes Erbarmung und mächtiger Liebe, dass er so in allen Stücken für uns gesorgt, dass wir die völlige Gewissheit der Erbschaft ewiger Seligkeit in Christo Jesu haben mögen, sollte Steine erweichen. – Dennoch wahrhaftig und zuverlässig ist diese Lehre und wird deshalb gepredigt, auf dass ein jeglicher von euch, der dahinschwindet vor dem Worte Gottes, von diesem Honig nehme, wenn auch nur ein wenig, auf die Spitze seines Stabes, dass er erleuchtete Augen bekomme, wenn er müde und matt ist von dem Gefecht mit den Philistern; mag dann auch ein Saul sagen: So wahr der Herr lebt, du sollst sterben, so wird alles Volk der Myriaden Engel Gottes an dem Tage, welcher herannaht, ein Er-soll-leben rufen.

Führ' du mich stets von falschen Wegen ab,
lass deine Lehr' mich immer Wahrheit lehren.
Ich weiß, dass ich den Weg erwählet hab',
der richtig führt und mir wird Heil gewähren.
Dein hohes Recht, so wie dein Mund es gab,
steht vor mir da, ich will es stets verehren.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Wir sind nicht alle gleich

Wir sollten uns darin einig sein, dass wir im Leib Christi kein Interesse daran haben, lauter gleichförmige Christen zu produzieren.

Ich meine das als Warnung im Blick auf die geistliche Erfahrung: Wir haben kein Muster, keine Formel und kein Patentrezept, wonach jeder Christ dieselben Erfahrungen macht. Es ist in Wirklichkeit eher tragisch, wenn Gläubige versuchen, ihren Glauben und ihr Leben genauso zu gestalten, wie es andere Christen tun.

Ich bin sicher übervorsichtig damit, meine eigenen Erfahrungen öffentlich zu bezeugen, denn ich möchte nicht, dass irgendjemand in die Versuchung kommt, etwas zu kopieren, das der Herr für mich getan hat. Gott hat jedem von uns ein individuelles Temperament und einen anderen Charakter gegeben. Darum ist es die Aufgabe des Heiligen Geistes, an jedem von uns herauszuarbeiten, welche geistliche Erfahrungen wir machen. Sie werden je nach Persönlichkeit unterschiedlich sein. Darin können wir sicher sein: Wenn ein Mensch wirklich Gott im Glauben, in der Bindung an das Evangelium begegnet, so wird er ein Bewusstsein dafür bekommen, wie ihn der Heilige Geist an jedem einzelnen Punkt seines Lebens umwandelt.


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Das sind ermutigende Worte! Wenn wir mit unserem Bemühungen oder mit unserem aufrichtigem Verlangen nach Heiligung vor dem Bankrott stehen, dann sollten wir daran denken, daß wir nicht nur Gottes Schöpfung sind, sondern in Christus auch neu erschaffen wurden. Ein göttliches, schöpferisches Leben wurde uns eingepflanzt, um die alten Dinge zu vertreiben. Das Wirken der Gnade in uns befreit uns von unseren früheren Angewohnheiten, Neigungen und Gebundenheiten; alles wird neu durch den Geist des Lebens in Christus Jesus. Heiligung ist kein Ergebnis unserer Bemühungen, sondern das Wachstum des göttlichen Lebens, das die Oberhand in uns gewinnt. Seine Entfaltung kann niemand erzwingen.

Wir wollen diese Wahrheit erproben und lernen, mit Gott zu wandeln. Jeden Abend sollten wir die Siege und Niederlagen des Tages überschauen und gewiß sein, daß der Geist des Lebens in Christus Jesus, dieser schöpferische Geist, uns am folgenden Tag weiterbringen, Seinem Bild ähnlicher machen und in einen Zeugendienst einführen will, der Ihm Ehre macht.

Nicht nur die Werke, die wir tun sollen, sind im voraus von Gott zubereitet, sondern auch uns selbst bereitet Er zu für Seinen Dienst. Alle unsere Lebensumstände dienen zu unserer Erziehung. So werden wir in den Dienst eingeführt, für den Gott uns bestimmt hat, und wir entdecken, daß die uns anvertraute Arbeit einem Haus gleicht, das nach einem genau vorgezeichneten Plan gebaut wird, und in dem sich alles an seinem bestimmten Platz befindet. Wir brauchen nichts zu erzwingen, nur einfach einzutreten, um in dem, was sich vor uns auftut, zu wandeln.

Wenn wir uns dessen bewußt sind, daß wir in dem Werk sind, welches für uns zuvor bereitet wurde, wird es uns auch klar werden, daß wir erst am Anfang von dem stehen, was Gott durch uns tun will. Laßt uns nur Seinem Plan keine Grenzen setzen, denn wenn Er Sein Werk in uns weiterführen kann, wenn wir fortfahren, uns auf Sein für uns vollbrachtes Werk zu verlassen, dann wird Er die Dienstmöglichkeiten unseres Lebens über all unser Bitten und Verstehen hinaus vermehren.


Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Wir sind sein Werk

Nach dem Griechischen könnte es auch heißen: seine Gedichte. Wie das Versmaß ein mannigfaltiges ist in den Gedichten eines Poeten, so unterscheidet sich auch ein Lebenslauf von dem anderen; aber Gott hat bei jedem seinen besonderen Gedanken, seinen Plan, sein Ziel, – ob es sich als eine Idylle, als ein Heldengedicht oder als ein Drama darstelle.

1. Wir sind geschaffen zu guten Werken

Wie sorgfältig setzt der Apostel die Werke des christlichen Lebens an ihre richtige Stelle! Im Vorhergehenden hatte er immer wieder betont, dass wir nicht durch die Werke gerettet werden; aber um alsbald der Einwendung zu entgegnen, als stimme seine Lehre nicht mit einem heiligen Wandel, weist er darauf hin, dass wir unser neues Leben in Christo durch unseren heiligen Wandel, als dessen Frucht, beweisen sollen. Wir sind in Ihm geschaffen zu guten Werken. Was auch in dieser Beziehung von dir gefordert werden mag, glaube zuversichtlich, dass du in Jesu Christo dazu geschaffen bist, es zu vollbringen.

2. Die guten Werke sind für uns zubereitet

Unser neues Leben in Jesu und die Vorbereitung zu unserer Lebensarbeit entstammen beide demselben Plan. Gott, der uns geschaffen hat, der hat auch unseren Pfad zubereitet. Er mag stets aufsteigen, oder bergab gehen; mit Gras bewachsen, oder mit spitzen Steinen besetzt, kurz oder lang sein; uns in stille Leidenstage oder zu angestrengter Tätigkeit führen – jeder Schritt ist für uns ausgedacht worden.

3. Unser täglicher Wandel

Wir brauchen unseren Weg nicht selbst zu machen; wir sollen ihn nur Schritt für Schritt gehen. Und wenn uns Seele und Leib verschmachtet: wenn der Weg uns zu schwierig, die Pforte zu eng erscheint – so lasset uns aufschauen auf Jesum, der uns vorangegangen ist, und den Spuren seiner Füße folgen.