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Predigten zu Epheser 3,21

"ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung in Christo Jesu, auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin! Amen.) -"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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DER HAUPTAUFTRAG DER GEMEINDE

Wenn du eine Meinungsumfrage zum Thema „Was ist die Hauptaufgabe der Gemeinde?“ durchführen würdest, bekämst du wahrscheinlich eine Vielzahl von unterschiedlichen Antworten.

Einige wären vielleicht der Ansicht, dass man da ganz gut Freundschaften zu anderen Christen knüpfen kann. Gläubige stärken und ermutigen einander dort in ihrem Glauben, und Nächstenliebe wird praktisch ausgelebt.

Andere wiederum sehen die Aufgabe der Gemeinde im Lehren des Wortes, in der Zurüstung der Gläubigen und der Unterweisung der Kinder und jungen Menschen, so dass sie reife Christen werden.

Dann sind da auch welche, die die Anbetung und das Preisen Gottes in den Vordergrund rücken. In der Gemeinde wird Gott dafür gelobt, wer er ist und was er getan hat. Da Anbetung zu unseren Hauptaufgaben im Himmel zählen wird, meinen sie, dass es jetzt auch schon so sein müsse.

Gemeinschaft, Lehre und Anbetung sind zweifelsohne wichtige Aufgaben der Gemeinde, doch an erster Stelle steht die Verherrlichung Gottes. Der Apostel Paulus beschreibt die Errettung als „zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade“ (Eph 1,6).


Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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Gott erhört auf seine Weise

"Dem, der überschwenglich tun kann über alles, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit!"

Paulus spricht aus Erfahrung. Als er einst im Kerker zu Philippi sass, betete er im Verein mit Silas. Sie trauten es ihrem Herrn zu, dass er sie aus dieser Not wieder befreien könne. Sie gedachten vielleicht auch fürbittend des Kerkermeisters nach dem Gebot Jesu: Bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen! Aber dass Gott sie noch in dieser Nacht wunderbar aus dem Kerker bringen werde und sie mit dem harten, unbarmherzigen Mann die Knie in Jesu Namen beugen würden, das kam ihnen nicht in den Sinn. So kühn wagten sie nicht zu bitten. - Gott erhört mitunter scheinbar auch nicht, und dann geht es doch zuletzt über unser Bitten und Verstehen weit hinaus. Paulus hatte ein schmerzhaftes Leiden, das ihn in seiner Arbeit hemmte. Er dachte, viel mehr für seinen Herrn wirken zu können, wenn er von diesen plötzlichen Anfällen, die er Faustschläge des Satansengels nennt, befreit würde. Er bat den Herrn einmal, dann nach einiger Wartezeit ein zweites Mal und nach einer neuen Zeit des Wartens ein drittes Mal. Der Herr schlug ihm seine Bitte ab. Aber sein Gebet wurde doch erhört. Er erhielt eine Antwort und durch sie Aufschluss über die Wege des Herrn, der gerade in der Schwachheit seine Kraft erst recht zur Entfaltung bringt und durch zersprungene, zerbrochene Werkzeuge, durch Scherben mehr ausrichten kann als durch unversehrte menschliche Kräfte. Zugleich hat dieses herrliche Wort schon vielen Tausenden dienen müssen. Es wurde ihnen ein unbezahlbarer Trost, diese Versicherung:

"Meine Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung." - Ein anderer Fall: Bei dem Besuch in Jerusalem, den Paulus am Ende seiner dritten Missionsreise machte, musste er die Nachstellungen seiner erbitterten Feinde, der ungläubigen Juden, fürchten. Er bat im Brief an die Römer um Fürbitte. Er wird sicher auch selbst gebetet haben, dass der Herr ihn vor den Ungläubigen in Judäa erretten wolle (Röm. 15, 31). Die Bitte wurde scheinbar nicht erhört. Er fiel in ihre Hände. Aber sie wurde doch erhört. Denn er wurde ihren Händen wieder entrissen. Er kam in eine zweijährige Haft nach Cäsarea. Der Herr verordnete ihm eine Ruhezeit, die er gewiss sehr nötig hatte. Und nach zwei Jahren kam er doch noch nach Rom, anders als er gedacht hatte. Aber er kam hin und durfte auch dort die Fahne seines Königs aufpflanzen, nicht großartig vor der Welt, sondern als armer Gefangener. Es geht anders, als wir oft denken und bitten, aber stets herrlicher. Wir werden oft nicht erhört, um erst recht erhört zu werden. Nur warten und den Herrn nie meistern wollen!