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Predigten zu Epheser 4,23

"aber erneuert werdet in dem Geiste eurer Gesinnung"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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EIN ERNEUERTES DENKEN

Wenn du Christ wirst, schenkt dir Gott eine neue Gesinnung – du musst sie dann aber auch mit neuen Gedanken füllen. Ein Baby wird mit einer frischen und reinen Gesinnung geboren. Dann hinterlassen Erfahrungen und Eindrücke ihre Spuren und tragen dazu bei, wie das Leben dieses Kindes sich entwickeln wird. Dasselbe gilt auch für einen Christen. Sobald du in das Reich Gottes kommst, erhältst du eine neue und reine Gesinnung. Anschließend geht es darum, dass du diese neue Gesinnung mit den richtigen Gedanken füllst. Darum fordert uns Philipper 4,8 auch auf: „Übrigens, Brüder, alles was wahr, alles was würdig, alles was gerecht, alles was rein, alles was lieblich ist, alles was wohl lautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dieses erwäget.“ Wir besitzen eine neue Gesinnung, keine verdorbene.

Einst war unsere Gesinnung zwar verdorben, niederträchtig, lüstern, habgierig und unrein, jetzt hingegen prägen Gerechtigkeit und Heiligkeit unser Denken. Diese Eigenschaften sollten auch das Markenzeichen unseres Lebens sein.


Autor: Samuel Keller (* 15.03.1856; † 14.11.1924) deutscher protestantischer Theologe und Schriftsteller

"Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts."

Alt werden ist den Sachen eigen und ist Menschenlos. Täglich wird die Oberseite unseres Innenlebens abgenutzt; nicht nur staubig und müde, sondern abgegriffen. Wenn da nichts Neues geschieht, kein Auffrischen möglich ist, muss die natürliche Folge sein, dass wir schwächer, schlechter, gleichgültiger werden. Was da in schlechtem Sinn die Gewöhnung für verderbliche Wirkung hat, kann man an den Berufsfehlern der edelsten Berufe sehen: Ärzte, Geistliche, Armenpfleger, Diakonissen haben die Gefahr, durch die tägliche Beschäftigung mit fremder Not abgestumpft zu werden. Da tut eine Erneuerung unseres Tastsinnes not. Der Geist unseres Gemüts, die Seele unseres geistigen Menschen muss von innen heraus frisch werden. Das kann nur durch Zustrom von oben, durch Berührung Christi geschehen. Wir müssen uns wieder seinem Licht außetzen; uns durch ihn mit himmlischen Kräften laden lassen, damit uns die Spannkraft und Beweglichkeit des Geistes nicht verloren gehe. Hast du deine tägliche stille Gelegenheit, wo Jesus dich erneuern kann? Wenn nicht, dann wird deine Liebe lahm, deine Arbeit mechanisch, dein Zeugnis hohl, deine Anziehungskraft auf andere gleich Null!

Ach, Herr Jesu, lass du dich des erbarmen! Komm und erneuere mich im Geiste meines Gemüts. Fülle mich mit deiner Liebe und segne jeden stillen Augenblick, wo ich dir in die Augen sehen darf. Ich schmachte nach deiner Auffrischung meiner Seele. Hilf mir! Amen.


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Gott möchte Christi Schönheit in unserem Leben hervorrufen

Gott ist treu – Er hört niemals auf, uns als seine geliebten Kinder umzugestalten und uns zu verändern, und das bis zu dem Tag, an dem wir Ihn von Angesicht zu Angesicht sehen werden! Wahrhaftig! An jenem herrlichen Tag werden wir uns nicht vor allem über das persönliche Bewusstsein freuen, dass Er uns vor der Hölle bewahrt hat, sondern dass Er uns erneuern konnte, indem Er das alte Ich zu Ende brachte und in uns den neuen Menschen schuf, in dem die Schönheit des Sohnes Gottes widerstrahlt! Im Lichte dieser Voraussicht meine ich gewiss, dass kein Christ da ist, wo er geistlicherweise sein sollte, solange die Schönheit des Herrn Jesus Christus nicht sein tägliches Leben kennzeichnet. Natürlich gebe ich zu, dass diese Umformung von Leben und Charakter bei allen in mehr oder weniger starkem Maße hinter dem Ziel zurückbleibt. Denn gewiss hat es keinen Augenblick unseres menschlichen Seins gegeben, in dem wir auf uns selbst zurückschauen und sagen konnten: »Gut, Herr, ich danke Dir! Ich bin jetzt fertig. Der Herr hat das Bild unterschrieben. Ich sehe Jesus in mir selbst!« Niemand wird das sagen – niemand! Selbst wenn ein Mensch wie Jesus würde, wüsste er es selbst nicht, denn Demut und Sanftmut gehören auch zur Veränderung zu wahrer Gottseligkeit!