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Predigten zu Epheser 4,25

"Deshalb, da ihr die Lüge abgelegt habt, redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind Glieder voneinander."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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DIE WICHTIGKEIT DER WAHRHEIT

Warum ist es so wichtig, die Wahrheit zu sagen? Weil wir untereinander Glieder sind. Wenn wir untereinander nicht die Wahrheit reden, dann schaden wir einander, und unsere Gemeinschaft ist gestört. Stell dir z.B. vor, dass dein Hirn dir sagen würde, heiß sei kalt und kalt sei heiß. Wenn du nun duschen würdest, so würdest du dich entweder verbrennen oder erfrieren. Würde dein Auge falsche Signale an dein Hirn senden, so erschiene dir eine Kurve plötzlich als eine Gerade und du hättest einen schrecklichen Unfall. Du bist von der korrekten und wahrheitsgetreuen Funktion deines Nervensystems und deiner Organe abhängig.

Dasselbe gilt auch für den Leib Christi. Wir können nicht die Wahrheit voreinander verbergen und gleichzeitig erwarten, dass die Gemeinde dann noch wirksam sein kann. Wie können wir einander dienen, die Lasten des Nächsten tragen, füreinander sorgen, einander lieben, ermuntern, erbauen, belehren und füreinander beten, wenn wir nicht wissen, wie es im Leben unseres Nächsten aussieht? Sei also aufrichtig und „wahrhaftig in Liebe“ (Eph 4,15).


Autor: Carl Eichhorn (* 11.07.1810; † 08.02.1890) deutscher lutherischer Pastor
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Der Kampf gegen die Lüge

"Legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten; denn wir sind untereinander Glieder."

Der alte Mensch ist ein Lügner durch und durch. Er betrügt sich und andere. Er bewegt sich in der Welt des Scheins und hängt sich an die wesenlose Ehre, an den nichtigen Besitz und die eitle Lust der Welt. Vor allem dünkt er sich etwas zu sein, da er doch nichts ist. Erst wenn wir im Glauben an den Herrn Jesus den alten Menschen ausgezogen haben, können wir alles ablegen, was in seinen Bereich fällt. Und dazu gehört in erster Linie die Lüge. Sie heftet sich an die Sünde wie ein böser Schatten. Von Natur ist jeder geneigt, seine Fehler in Abrede zu stellen, wenigstens durch unwahre Entschuldigungen sich möglichst rein zu waschen. Buße tun heißt: wahr werden. Es gibt Menschen, die im allgemeinen die Lüge verabscheuen und sich vor sich selbst schämen würden, den andern zu belügen. Jedoch der Hochmut erlaubt ihnen nicht, ihr Unrecht einzugestehen. Nur wer sich demütig vor Gott beugt, wird völlig wahr. - "Legt die Lüge ab!" Aber wie kann man sie ablegen, wenn man sie gar nicht erkennt und beachtet? Lasst uns auf unsere Worte merken und den Geist der Wahrheit bitten, dass er uns warne, sooft wir unechte Münze ausgeben wollen, und uns strafe, wenn uns ein unwahres Wort entschlüpft! - Wie leicht übertreibt man und schneidet auf aus Wichtigtuerei! Wir erwähnen nur, was für uns günstig ist und uns in ein schönes Licht stellt; das andere verschweigen wir. Wir lügen nicht direkt, gehen aber um die Wahrheit herum, flunkern und reden doppelsinnig. Wir geben irgendeinen nebensächlichen Grund an, aber den Hauptgrund halten wir geheim. Oder wir lassen stillschweigend den andern in einem falschen Glauben, weil es uns unbequem ist, die Sache richtigzustellen. Wie oft halten wir die Wahrheit zurück aus Menschenfurcht oder sagen aus Menschengefälligkeit etwas Unwahres! Wenn uns der Geist Jesu dergleichen Unlauterkeiten aufdeckt, ist es sehr heilsam, offen zu bekennen: Ich habe unwahr geredet, oder: Ich habe durch Verschweigen gegen die Wahrheit gesündigt. So etwas geht schwer über die Lippen, es ist tief beschämend, aber es ist ein bewährtes Mittel, vom unwahren Wesen frei zu werden. Vor allem aber wollen wir uns tief beugen vor dem Herrn, wenn wir uns bei einer Unlauterkeit ertappen, und wollen Reinigung suchen im Blute Jesu von Flecken, über welche die meisten allzuleicht hinweggehen. Die Lüge im Verkehr mit andern ist deshalb so etwas Abscheuliches, weil sie das Vertrauen und darum den herzlich-brüderlichen Verkehr aufhebt. Der Lügner schließt sich selbst von der Gemeinschaft aus. Der Apostel fügt ausdrücklich hinzu: "denn wir sind untereinander Glieder". Wenn der Ehegatte vor der Frau und die Frau vor dem Manne etwas verschweigt, was unbedingt bekannt werden muss, so ist eine trennende Wand zwischen beiden. Unlauterkeit trennt, Wahrheit eint; darum: Legt die Lüge ab!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Zu ängstlich, um zu widerstehen

Die cleveren Befürworter böser politischer Ideologien geben viel Geld dafür aus, um uns die Vaterlandsliebe madig zu machen. Sie benutzen jedes nur denkbare Mittel, um Menschen davon zu überzeugen, dass es da nur Weniges gibt, das sich zu verteidigen lohnt, und schon gar nichts, wofür es sich zu sterben lohnt.

Sie zeichnen vor aller Öffentlichkeit das Bild eines Staatsbürgers, der ein großzügiger, toleranter, lächelnder Kerl ist und der sich der Bruderschaft aller Menschen verschreibt - und so käme alles in Ordnung! Meiner Meinung nach wirkt sich diese Sichtweise nachhaltig auf das religiöse Leben eines Volkes aus, vor allem unter Protestanten.

Lasse nur einen Menschen öffentlich erklären, dass Jesus Christus alleiniger Herr ist und dass es absolut notwendig ist, Ihm zu gehorchen - und schon wird er als Aufhetzer gebrandmarkt, als jemand, der die Menschen auseinanderdividiert. Der Teufel hat viele religiöse Anführer einer Gehirnwäsche unterzogen, und zwar mit so großem Erfolg, dass sie es jetzt nicht mehr wagen, ihm zu widerstehen! Und der Teufel zieht - wie er nun einmal ist - aus ihrer Feigheit sofort seinen Vorteil und errichtet überall Baalsaltäre!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Die prophetische Stimme

Ein Geistlicher kann nicht bestreiten, dass Gott ihn dazu berufen hat, in seiner Generation als Prophet zu wirken, denn die Gemeinde ist Gottes Zeuge in jeder Generation, und die Geistlichen sind ihr Sprachorgan. Durch sie ertönt die Stimme Gottes!

Darum sollte ein wahrhaft Geistlicher wissen, was er meint, wenn er sagt, er predige »die Wahrheit«. Es genügt nicht, dass ein Mann Gottes Wahrheit verkündigt. Tut er das nicht auch, wenn er eine Rechentabelle auswendig zitiert? Das ist auch Wahrheit. Eine Gemeinde kann genauso unter einer seelenlosen Bibelauslegung verblühen wie dann, wenn überhaupt die Bibel nicht mehr gelesen wird. Soll eine Gemeinde wirksam sein, dann muss die Botschaft in ihr leben - sie muss alarmieren, aufwecken, herausfordern; sie muss Gottes gegenwärtige Stimme an ganz bestimmte Leute sein.

Um die Wahrheit zu predigen, muss der Prophet konstant unter der Macht des Heiligen Geistes sein. Er muss von Gott zur Weisheit geführt werden. Nur so wird er das Gewissen eines jeden Zuhörers treffen, so dass jeder oder jede den Eindruck hat, die Botschaft gelte ihm bzw. ihr allein. Des Weiteren ist es nötig, dass der Mann Gottes die Herzen der Menschen besser kennt als sie selbst!