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Predigten zu Hebräer 11,28

"Durch Glauben hat er das Passah gefeiert und die Besprengung des Blutes, auf dass der Zerstörer der Erstgeburt sie nicht antaste."

Autor: Alfred Christlieb (* 26.02.1866; † 21.01.1934) deutscher Theologe
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"Durch den Glauben hielt Mose Passah und die Blutbesprengung."

Die erste Passahfeier ist eine Glaubenstat des Mose gewesen. Sie war der lebendige Ausdruck für die zweifelsfreie Gewissheit, dass Gott die Stunde der Befreiung hat anbrechen lassen. Das ganze Volk feierte Passah in Reisekleidern, die Reiseschuhe an den Füßen, den Reisestab in der Hand, "als solche, die hinwegeilen" (2.Mose12,11). Stärker konnten sie nicht bezeugen, dass sie an die unmittelbar bevorstehende Befreiung aus der Sklaverei Ägyptens glaubten. Das war ein Gottesgeschenk, wie es immer der echte Glaube ist, der auf Grund einer klaren Zusage göttlichen Wortes die Hilfe Gottes erlebt. - Mose hiess dann das Volk, die Oberschwelle und die Türpfosten mit dem Blut des Passahlammes bestreichen. Auch das war eine Glaubenstat. Ihnen allen stand fest, dass die Stunde des Gerichtes für Ägypten gekommen sei. Der Würgeengel ging jetzt durch das Land, und wo die Pfosten und die Oberschwelle nicht mit Blut bestrichen waren, da musste der erstgeborene Sohn sterben, auch bei den Israeliten. - Durch die "Blutbesprengung" ehrten sie im Glauben das Gericht Gottes. Für uns ist das ein heiliges Sinnbild für die Notwendigkeit der Besprengung mit dem Blut des Sohnes Gottes, dessen Lebenshingabe uns überwältigen muss, wenn wir dem heiligen Gericht Gottes entgehen wollen. Wehe dem, der für die Androhung göttlichen Gerichtes nur das höhnische Lächeln der Schwiegersöhne Lots hat. Der Glaube fasst aber auch die Bewahrung vor dem Gericht. Jeder Israelit durfte sicher und getrost in seinem Hause ruhen, als draußen auf den Strassen der Todesschrei dahingeraffter Menschen gellte. Der Verderber durfte Israel nicht antasten. Wir haben auch ein Osterlamm, ein Passahlamm: Christus für uns geopfert (1. Kor. 5, 7). "Sein Kampf ist unser Sieg, Sein Tod ist unser Leben, In seinen Banden ist Die Freiheit uns gegeben."


Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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Ein Mensch des Glaubens richtet sich dankbar nach Gottes Bestimmungen, einerlei, ob er deren Sinn sofort versteht oder nicht.

"Durch Glauben hat er das Passa gefeiert und die Blutbestreichung ausgeführt, damit der Verderber der Erstgeburt sie nicht antaste. Durch Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes Land, während die Ägypter, als sie es versuchten, verschlungen wurden"

Als die Zeit für Mose gekommen war, das Volk aus Ägypten zu führen, sah, menschlich gesprochen alles so aus, als sei es unmöglich. Der Pharao dachte gar nicht daran, zwei bis drei Millionen Sklaven so mir nichts, dir nichts ziehen zu lassen. Sein furchterregendes Heer stand bereit, einen solchen Auszug zu vereiteln.

Aber wenn Gott einen Plan gefasst hat, trifft Er auch die zur Durchführung nötigen Vorkehrungen. In diesem Fall hatte Er zehn Plagen geschickt, um bei dem Pharao eine Sinnesänderung zu bewirken.

Die zehnte und schlimmste Plage war der Tod aller Erstgeborenen (2. Mo. 11,5). Um sich selbst vor dieser Plage zu schützen, sprengten sie das Blut eines Lammes an die Schwellen und Pfosten ihrer Haustüren. Wenn der Todesengel das Blut sah, ging er vorüber. So wurde die Passafeier eingesetzt.

Das Blut dieser ersten Passalämmer hatte in sich nicht die Kraft, den Tod von den Häusern fernzuhalten; aber es offenbarte Glauben und Gehorsam und es wies auf das künftige Opfer Christi hin (siehe Joh. 1,29).

Pharao begriff die Botschaft und ließ das Volk ziehen; doch änderte er kurz darauf seine Meinung und befahl seinem Heer, die Verfolgung aufzunehmen. Wieder griff Gott ein, als es um den Durchzug durch das Rote Meer ging. Er erlaubte Seinem Volk, trockenen Fußes hindurchzugehen, während Er das ganze ägyptische Heer ertränkte, als es versuchte, den Israeliten zu folgen.

Das ist ein deutliches Bild jener Lektion, die jeder Gläubige lernen muss: Gottes Bestimmungen sind immer die besten. Sie mögen dem menschlichen Verstand manchmal töricht erscheinen - so wie "das Wort vom Kreuz ... denen, die verloren gehen, Torheit" ist (1. Kor. 1,18). Aber ein Mensch des Glaubens vertraut Gott und nimmt Seine Bestimmungen dankbar an.


Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Durch den Glauben hielt Moses Ostern und das Blutvergiessen."

Moses war durch den Glauben ein Befreiter geworden, nun sollte er durch den Glauben ein Befreier werden. Nur wer innerlich von den Ketten der Weltlust gelöst ist, kann ein Werkzeug des Segens werden für andere. Der Herr gebrauchte Moses, um sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens zu erlösen.

Unser Textwort versetzt uns in die Nacht, die dem Auszug unmittelbar vorausging. Eine Nacht voll Schrecken und Grauen. In jedes Haus der Ägypter drang der Tod und erschlug die Erstgeborenen. Aber die Wohnungen Israels ruhten geborgen unter des Blutes Schutz. Wo das Blut des Lammes an die Türpfosten gestrichen war, da ging der Würgengel vorüber. Das war das große Passah, das "schonende Vorübergehen".

Und während die Israeliten sich wohl behütet wussten hinter dem blutigroten Schild, war das Lamm zugleich ihre Speise, daraus sie Kraft nahmen, um das Haus der Knechtschaft zu verlassen und dem Lande der Verheißung zuzueilen. Es ist unmöglich, hier nicht ein Vorbild zu sehen auf die Erlösung durch Jesus Christus. Er ist das unbefleckte Lamm, dessen Blut uns schützt, dessen Fleisch uns nährt. - Bist du geborgen unter des Blutes Schutz? Ruhe nicht, bis du es sicher weißt!

Auf dem Lamm ruht meine Seele, Betet voll Bewund'rung an: Alle, alle meine Sünden Hat sein Blut hinweggetan.


Autor: Wilhelm Busch (* 27.03.1897; † 20.06.1966) deutscher evangelischer Pfarrer, Prediger und Schriftsteller
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Gottes Volk in Ägypten! Entsetzlich bedrückt vom Pharao. Schon mehrmals hat Gott dem Pharao sagen lassen: „Lass mein Volk ziehen!" Aber Pharao und sein Volk verstocken ihr Herz. Da lässt Gott den Moses wissen: Heute Nacht wird der Würgengel durch Ägypten gehen und alle Erstgeburt erschlagen.“ Tötend und schrecklich geht Gottes heiliges Gericht über das Land.

Den meisten Menschen ist diese Geschichte unfassbar. Sie können sich gar nicht mehr denken, dass es so etwas gibt wie den Zorn und das Gericht Gottes. Man glaubt eher alles mögliche, als dass man mit einem Gericht Gottes rechnet. Und man fürchtet alles mögliche, nur nicht den heiligen Gott und Sein Gericht. „Wer glaubt's aber, dass du so sehr zürnest! Und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm?"

Wir haben einen heiligen Gott, der keinen Kompromiss macht. Gottes Zorn entbrennt über alle Ungerechtigkeit der Menschen." „Unser Gott kommt und schweiget nicht." Von Moses, dem Manne Gottes, wissen wir, dass er ein furchtloser Mann war. Er verachtete das Wüten Pharaos. Aber das Gericht Gottes fürchtete er. Und in heiliger Furcht opferte er das Lamm, „auf dass der, der die Erstgeburten würgte, sie nicht träfe."

So stehen die Glaubenden: Das, was die Welt fürchtet, achten sie gering. Aber das, was die Welt nicht achtet, den Zorn und das Gericht Gottes, – das fürchten sie und suchen Rettung bei dem „Lamm, das der Welt Sünde trägt". Amen.