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Predigten zu Hosea 6,1

""Kommt und laßt uns zu der HERR umkehren; denn er hat zerrissen und wird uns heilen, er hat geschlagen und wird uns verbinden."

Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Kommt, wir wollen wieder zum Herrn; denn er hat uns zerrissen."

Die Kinder des Höchsten ermuntern und helfen einander gern. Kommt, lasst uns dem Herrn frohlocken! so rufen sie sich zu in Stunden der Freude (Ps. 95, 1). Kommt, wir wollen wieder zum Herrn! so mahnen sie sich in Tagen der Not. Kommt! - Wer in irgendeiner Weise für den Herrn und sein Reich werben will, wird niemals sprechen: Geht zu ihm! Er muss selbst den Weg bereits gegangen sein, um mit Kraft und Überzeugung rufen zu können: Kommt! So ist es auch in Zeiten göttlichen Gerichts, wenn die Seele es fühlt: Der Herr hat uns zerrissen, er hat uns verwundet.

O, wohin sollen wir fliehen in solchem Schmerz! Es gibt keine Flucht von Gott als die Flucht z u Gott. Keiner kann heilen als der, der uns zerrissen, keiner kann verbinden als der, der uns verwundet hat. Aber Er kann es. Ja, es ist der Zweck seines Zerreißens und Verwundens, uns gründlich zu heilen. In den ernsten Zeiten, die wir erleben, möchten wir es allem Volk zurufen können: Kommt, kommt! Wir wollen wieder zum Herrn! Nur wenige vernehmen diesen Ruf. So lasst doch uns ihm treulich folgen, und trachten, etliche mitzubringen hin zu ihm.

Herr, wir kommen in der Stunde der Not zu Dir, der Du allein hei1en, verbinden, trösten und helfen kannst. Träufle den Balsam Deiner Gnade in unser Herz.


Autor: Hermann Bezzel (*18.05.1861; † 08.06.1917) deutscher lutherischer Theologe
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Kommt, wir wollen wieder zum Herrn; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.

Wenn schon in dem „es ist der Herr“ mancher Trost liegt, da er ja in Christo die Liebe ist, wieviel mehr doch in dem folgenden: „Er wird uns heilen, er wird uns verbinden.“ Seine Gnade hat Balsam genug für jegliche Wunden und ist bereit, ihn zu spenden. Seine Nähe durchdringt das Gewölke, vor ihm geht die schöne Morgenröte auf. Dieser Balsam aus treuer Hand, diese verbindende, lindernde Heilandsliebe ist das Eigentum dessen, der die Welt überwunden hat und uns derhalben getrost sein heißt. Narben bleiben zurück und Lücken schließen sich nimmer, aber die Gnade Jesu Christi nimmt den tödlichen Schmerz weg und verbindet die Gemeine der Heiligen, der Schauenden wie der Glaubenden in e i ne n Lobpreis. Lass, o Herr, dies Trösten uns kräftiglich verspüren, damit wir getrost weiterpilgern mögen, solange es dir gefällt, voll Arbeitsfreudigkeit und doch im Heimweh!