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Predigten zu Klagelieder 3,22

"Es sind die Gütigkeiten des HERRN, dass wir nicht aufgerieben sind; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende ;"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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DIE GÜTE DER TREUE GOT TES

Gottes Treue gegenüber den Gläubigen ist offensichtlich. Selbst wenn wir untreu sind, bleibt er treu. Der Prophet Micha erfreute sich der Treue Gottes und jubelte: „Wer ist, o Gott, wie du, der die Sünde vergibt und dem Rest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allzeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat“ (Mi 7,18).

Wann immer du in Not bist, kannst du dich auf die Zusagen Gottes verlassen. Zusagen wie z.B.: „Ruft er mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen“ (Ps 91,15); „Mein Gott aber befriedige alle eure Bedürfnisse nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus“ (Phil 4,19).


Autor: William MacDonald (* 07.01.1917; † 25.12.2007) US-amerikanischer Prediger der Brüdergemeinden
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"Denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende; sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß."

Gott ist treu und wahrhaftig. Er kann nicht lügen oder betrügen. Er kann Sein Wort nicht zurücknehmen. Er ist absolut vertrauenswürdig und zuverlässig. Keine Seiner Verheißungen kann je unerfüllt bleiben. "Nicht ein Mensch ist Gott, dass er lüge, noch ein Menschensohn, dass er bereue. Sollte er gesprochen haben, und es nicht tun, und geredet haben, und es nicht aufrecht halten?" (4. Mose 23,19). "So erkenne denn, dass der Herr, dein Gott, Gott ist, der treue Gott" (5. Mose 7,9). "Von Geschlecht zu Geschlecht währt deine Treue" (Psalm 119,90). Gottes Treue sehen wir darin, dass Er uns in die Gemeinschaft Seines Sohnes beruft (1. Korinther 1,9). Wir sehen sie, indem Er nicht zulässt, dass wir über unser Vermögen versucht werden (1. Korinther 10,13). Sie wird darin gesehen, wie Er uns befestigt und vor dem Bösen bewahrt (2. Thessalonicher 3,3). Wenn auch etliche nicht glauben, bleibt Er treu: Er kann sich selbst nicht verleugnen (2. Timotheus 2,13).

Der Herr Jesus ist die fleischgewordene Wahrheit (Johannes 14,6). Das Wort Gottes ist heiligende Wahrheit (Johannes 17,17). "Gott aber sei wahrhaftig, jeder Mensch aber Lügner" (Römer 3,4).

Das Wissen, dass Gott treu und wahrhaftig ist, erfüllt unsere Seelen mit Vertrauen. Wir wissen, dass Sein Wort nicht hinfällig werden kann, dass Er auch tun wird, was Er verheißen hat (Hebräer 10,23). Wir wissen zum Beispiel, dass wir für alle Ewigkeit gerettet sind, weil Er sagt, dass keines Seiner Schafe je verlorengehen wird (Johannes 10,28). Wir wissen, dass wir niemals Mangel leiden werden, weil Er verheißen hat, alle unsere Notdurft zu erfüllen (Philipper 4,19).

Gott möchte, dass auch die Seinen treu und wahrhaftig sind. Er will, dass wir zu unserem Wort stehen. Er will, dass wir zuverlässig sind im Einhalten unserer Verabredungen. Wir sollten Lügen, Übertreibungen und Halbwahrheiten vermeiden. Christen sollten natürlich vor allem ihrem Ehegelübde treu sein. Sie sollten treu sein im Erledigen ihrer Aufgaben in der Gemeinde, im Berufsleben und zu Hause.

Wie sehr sollten wir dem Herrn danken und Ihn preisen für Seine Treue. Er ist der Gott, der nicht enttäuschen kann.

Er kann nicht enttäuschen - denn Er ist Gott. Er kann nicht enttäuschen - Er gab Sein Wort. Er kann nicht enttäuschen - Er bringt uns durch. Er kann nicht enttäuschen - Er wird uns erhören.


Autor: Elias Schrenk (* 19.09.1831; † 21.10.1913) deutscher Theologe und Erweckungsprediger des Pietismus

Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu und Deine Treue ist groß.

Jerusalem war von Nebukadnezar zerstört, das Volk größtenteils gefangen geführet, und nur ein kleiner Teil saß auf den Trümmern, im Lande zerstreut. Unter ihnen stand der trauernde Knecht Gottes Jeremia und sprach obige Worte. So konnte nur ein demütiger Mann reden, der sich vollständig unter das Gericht Gottes über sein Volk beugte. In dem Übriggebliebenen stand ihm Gottes Güte, Barmherzigkeit und Treue vor Augen. Völlige Beugung unter Gottes züchtigende Hand erleichtert vieles. Warum stehen manche so gar gedrückt und mutlos da? Es fehlt ihnen an gründlicher Beugung vor Gott, an Erkenntnis; ihrer Schuld; deshalb kommt es ihnen vor, als habe es der Herr zu arg gemacht. Sie sehen nur auf das, was er ihnen genommen, nicht auf das, was er ihnen noch gelassen hat. Rechten wir doch nie mit unserm Gott, sondern seien wir recht demütig, besonders in Tagen der Heimsuchung. Er geht immer weiter in seiner Güte als wir es verdienen. Von besonderer Wichtigkeit ist es, dass wir in schweren Zeiten den Halt nie fahren lassen, sondern „alle Morgen“ uns wieder aufrichten an Gottes Barmherzigkeit und Treue. Wer das versäumt, kommt leicht auf bedenkliche Weise unter die Macht der Finsternis. Gottes Erbarmen und Treue über Israel konnte kein Ende haben, weil sein Bund, mit Abraham gemacht, fest stand und in Christo der volle Segen kam. Sollte es in unsern Tagen da und dort so traurig aussehen, als zur Zeit Jeremias, und scheinen, als sei fast alles verwüstet, so dürfen wir den Mut doch nicht aufgeben. Der Herr wir wieder kommen, seine Treue ist unabänderlich, und mit ihm kommt dann volle Hilfe für sein Volk. Des trösten wir uns und sind dankbar.

Herr, ich will es bekennen zu Deinem Ruhm, dass Du auch mit mir es immer schonend gemacht. Ich bin nicht Wert aller Barmherzigkeit und Treue, die Du mir erwiesen hast. Lass Deine Güte auch ferner über mir walten. Amen