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Predigten zu Psalm 115,3

"Aber unser Gott ist in den Himmeln; alles was ihm wohlgefällt, tut er."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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In höchster Souveränität beherrscht Gott von einem hohen und erhabenen Thron aus alle widerstreitenden Mächte. In Seinem Wesen unerfassbar, erhebt Er sich über die kühnsten Gedanken der Weisen. Sein absoluter Wille und Seine unendliche Kraft überragen alle Grenzen, die dem Sichtbaren und der Zeit angehören. Dieser Gott ist unser Gott, und wir schämen uns nicht, uns zu Ihm zu bekennen, obwohl Er nicht immer Wunder wirkt, wenn es einem eitlen Prahler einfällt, Ihn durch einen Wink oder Befehl herauszufordern. Obwohl unser Gott weder zu sehen noch zu hören ist und auch unter keinem Bild angebetet wird, ist Er nichtsdestoweniger real und wirklich; denn Er ist da, wohin Seine Feinde nie kommen werden – im Himmel, von wo aus Er Seine Zepter schwingt und in grenzenloser Machtfülle regiert.

So unangenehm es Seinen Feinden auch ist, der Herr hat ohne Schwierigkeiten alles so gemacht, wie es Ihm wohlgefiel. Selbst wenn Seine Feinde gegen Ihn rasten und tobten, wurden sie gezwungen, gegen ihren Willen Seine Pläne auszuführen. Selbst als der Pharao am heftigsten gegen den Herrn stritt, war er nichts als Ton auf Gottes Töpferscheibe, und durch ihn erfüllte Gott alle Seine Absichten und Pläne. Wir können die höhnische Frage »Wo ist nun dein Gott?« gut aushalten, wenn wir völlig sicher sind, dass Seine Absichten nicht durchkreuzt werden, Sein Thron unerschüttert bleibt und Seine Absichten sich nie ändern. Was Er getan hat, wird Er immer noch tun, Sein Rat besteht, und Er wird ausführen, was Er beschlossen hat. Am Ende des großen Dramas der Menschheitsgeschichte wird der allmächtige Gott mit Seiner Unveränderlichkeit und Treue mehr als gerechtfertigt sein gegenüber der ewigen Verwirrung Seiner Gegner.

Wie eigenartig, dass ein Mensch auf den Gedanken kommt, sich einen Gott machen zu können! Kann es größere Torheit geben? Unser Gott ist Geist, und Seine Hände schufen Himmel und Erde. Wir tun Recht daran, Ihn anzubeten, und wir brauchen uns durch die zynische Frage jener nicht irremachen zu lassen, die so unklug sind, den lebendigen Gott nicht anzubeten, sich aber vor Bildern niederwerfen, die sie selbst geschnitzt haben. Wir dürfen das alles auf die Zeit anwenden, in der wir jetzt leben. Der Gott moderner Denker ist das Geschöpf ihres eigenen Nachdenkens, dem eigenen Bewusstsein entsprungen oder entsprechend ihrer Vorstellung von einem Gott zurechtgemacht. Nun, es ist klar: So etwas ist kein Gott. Ein in unseren Gedanken hergestellter Gott ist genauso wenig ein Gott wie ein mit Händen geformter. Der wahre Gott muss sich notwendigerweise selbst offenbaren. Es ist natürlich unmöglich, dass ein durch menschliche Vernunft ersonnenes und begriffenes Wesen der unendliche und unbegreifliche Gott sein könnte. Ihre Götzen heißen »erblindete Vernunft« und »kranke Gedanken « und sind das Produkt verwirrter menschlicher Gehirne. Sie werden zugrunde gehen.


Autor: William MacDonald (* 07.01.1917; † 25.12.2007) US-amerikanischer Prediger der Brüdergemeinden
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"Aber unser Gott ist in den Himmeln; alles, was ihm wohlgefällt, tut er."

Gott ist souverän. Das bedeutet, dass Er der absolute Herrscher über das Universum ist und dass Er alles tun kann, was Ihm gefällt. Doch fügen wir schnell hinzu, dass das, was Gott gefällt, auch immer richtig ist. Seine Wege sind vollkommen.

In Jesaja sagt der Herr: "Mein Ratschluss soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun" (46,10). Als Nebukadnezar von seinem Wahnsinn geheilt war, sagte er: "Nach seinem Willen tut er mit dem Heere des Himmels und mit den Bewohnern der Erde; und da ist niemand, der seiner Hand wehren und zu ihm sagen könnte: Was tust du?" (Daniel 4,35). Der Apostel Paulus betont, dass der Mensch kein Recht hat, Gottes Handlungen in Frage zu stellen: "Ja freilich, o Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst wider Gott? Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich also gemacht?" (Römer 9,20). Und an einer anderen Stelle spricht er von Gott als dem, "der alles wirkt nach dem Rate seines Willens" (Epheser 1,11).

Spurgeon sagte: "Wir verkündigen einen thronenden Gott und Sein Recht, mit dem Seinen zu handeln, wie Er will, über Seine Geschöpfe zu verfügen, wie Er es für gut hält, ohne dabei nach ihrer Meinung zu fragen."

Um es einfach zu sagen, die Lehre von der Souveränität Gottes ist die Lehre, die Gott Gott sein lässt.

Es ist die Wahrheit, die mich mit ehrfürchtigem Staunen erfüllt. Ich kann nicht alle ihre Details begreifen, aber ich kann Gott dafür verehren und anbeten.

Es ist eine Wahrheit, die mich dazu bringt, mich Ihm zu unterwerfen. Er ist der Töpfer, ich bin der Ton. Er hat ein Recht auf mich sowohl durch die Schöpfung, als auch durch die Erlösung. Unter keinen Umständen sollte ich Ihm widersprechen oder Seine Entscheidungen in Frage stellen. Es ist eine Wahrheit, die voller Trost ist. Da Er der souveräne Herrscher ist, weiss ich, dass Er Seine Pläne ausführt, und dass sie ihr bestimmtes Ziel erreichen.

Obwohl es Dinge im Leben gibt, die ich nicht verstehen kann, kann ich sicher sein, dass die dunklen Fäden für Seine Webarbeit ebenso nötig sind wie die goldenen und silbernen.