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Predigten zu Psalm 132,11

"Jehova hat dem David geschworen in Wahrheit, er wird nicht davon abweichen: "Von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen."

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Jetzt kommen wir zu einem großartigen Appell an Gottes Bundestreue, die bei dem HERRN immer Gehör findet. Wir können Gott zu nichts drängen, was nicht Seinem eigenen Wort und Schwur entspricht. Der HERR schwört, damit unser Glaube dadurch starke Zuversicht erhält. Er kann sich selbst nicht widerrufen. Er hat in Treue geschworen (siehe Fußnote 46 rev. Elberfelder), denn Er meint jedes Wort so, wie Er es sagt. Menschen mögen meineidig werden; aber niemand wird so ruchlos sein, so etwas von dem Gott der Wahrheit anzunehmen. Der HERR ist kein wechselhaftes Wesen. Er wendet sich nie von Seinen Vorsätzen ab, viel weniger von Seinen mit einem Eid feierlich bestätigten Verheißungen. »Nicht ein Mensch ist Gott, dass Er lüge, noch der Sohn eines Menschen, dass Er bereue.« Auf welch einem Felsen stehen doch alle, die den unwandelbaren Eid Gottes als Grundlage haben! Wir wissen, dass dieser Bund in Wirklichkeit mit Christus geschlossen wurde, dem geistlichen Samen Davids; denn Petrus zitiert dies zu Pfingsten. Christus sitzt für alle Ewigkeit auf einem festen Thron und sieht, dass dieser Bund eingehalten wurde, und durch Ihn kam der Segen auf Zion, dessen arme Bewohner in Ihm gesegnet sind. Jesus entstammte dem Geschlecht Davids; diese Mitteilung ist den Evangelisten sehr wichtig. Er war »aus dem Haus und Geschlecht Davids«. Jetzt ist Er der König der Juden, aber der HERR hat Ihm auch die Heiden zum Erbteil gegeben. Er muss herrschen, und Seines Reiches wird kein Ende sein. Gott selbst hat Ihn auf den Thron gesetzt, und keine Rebellion der Menschen oder der Teufel kann Sein Reich erschüttern. Die Ehre des HERRN ist mit Seiner Herrschaft verknüpft; darum ist sie niemals in Gefahr, weil der HERR selbst dafür sorgt, dass Sein Eid stets erfüllt wird.

Gott will bei denen bleiben, die Er mit ewiger Liebe geliebt hat, und wir wundern uns nicht darüber, denn auch wir begehren die Gemeinschaft mit denen, die wir lieben. Es ist ein doppeltes Wunder, dass Gott solche auserwählt und liebt, die so armselige Geschöpfe sind wie wir. Gott ist in der Gemeinde – das erregt Staunen im Himmel, bleibt ein ewiges Wunder und gereicht zur Herrlichkeit der ewigen Liebe. Er nennt Zion »Meine Ruhestätte«. Hier bleibt Seine Liebe und offenbart sich mit Wohlgefallen, und das tut sie »für immer«. Er wird sich keinen anderen Ruheort suchen, noch Seiner Heiligen müde werden. In Christus ist das Herz der Gottheit zufrieden gestellt, und um Seinetwillen ist Er auch mit Seinem Volk zufrieden und wird es in Ewigkeit bleiben.

Die erhabenen Worte aus Vers 14 beschreiben eine eindeutige Wahl – dies und nichts anderes; eine deutliche Wahl – dies, was Mir gut bekannt ist; eine gegenwärtige Wahl – dies, was im Augenblick hier vorhanden ist. Gott hat Seine Wahl von alters her getroffen und nicht verändert, und sie wird Ihn nie gereuen: Seine Gemeinde war Seine Ruhestätte und ist es immer noch. Wie Er sich nie von Seinem Eid trennen wird, so wird Er sich auch nie von Seiner Wahlentscheidung abwenden.