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Predigten zu Psalm 148,7

"Lobet Jehova von der Erde her, ihr Wasserungeheuer und alle Tiefen!"

Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor
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Der Gesang steigt zu uns herab, dahin, wo wir zu Hause sind. Der HERR ist nicht nur auf der Erde zu loben, sondern auch »von der Erde her«, so, als ob die Gottesverehrung von diesem Planeten überflösse, um sich mit der Anbetung des gesamten Universums zu vereinen. Im ersten Vers kam der Gesang »von den Himmeln her«, hier geht er »von der Erde« aus. Die vom Himmel herabkommenden Lieder sollen sich mit den von der Erde aufsteigenden mischen. Mit der »Erde« ist hier der ganze Globus mit Land und Wasser gemeint; er soll überall von Lob erklingen. Jede Stimme hat ihren Platz in diesem Konzert: Fruchtbäume und Mädchen, Zedern und junge Männer, Engel und Kinder, Oberste und Richter – alle können sich in diesem Oratorium vereinen. Auf niemand darf verzichtet werden; denn zu diesem vollkommenen Psalmengesang muss das ganze Universum zur Anbetung angeregt werden, und alle Teile der Schöpfung müssen ihren Part bei diesem Gottesdienst übernehmen.

Alles, was in dem Namen oder Wesen des HERRN enthalten ist, ist lobenswert, und alle Gegenstände Seiner schöpferischen Fürsorge sind zu wenige, um Seine Vollkommenheit ausdrücken zu können. Sein einzigartiger Name sollte das Monopol auf diesen Lobpreis haben. Seine königliche Großartigkeit übertrifft alles, was Erde und Himmel ausdrücken können. Er selbst ist die Krone von allem, Seinetwegen ist die Schöpfung so vorzüglich. Er ist die Herrlichkeit der Heiligen, Ihm sind sie Lob schuldig, und Er gibt ihnen durch Seine Gnade immer neue Ursache zum Loben und höhere Gründe für ihre Anbetung. Er ist ihr Gott, und sie sind Seine Heiligen; Er macht sie zu Gesegneten, und sie preisen Ihn dafür. Der Herr kennt, die Sein sind. Er kennt den Namen dessen, mit dem Er einen Bund schloss, und weiß, wie er zu diesem Namen kam und wer seine Söhne sind.

In Vers 11 werden alle Völker aufgerufen, den Herrn zu loben; aber hier richtet sich der Aufruf besonders an Sein auserwähltes Volk, das Ihn besser als alle anderen kennt. Es ist ein Volk, das »Ihm nahe ist«, nahe verwandt, nahe durch Seine Fürsorge, nahe durch Offenbarung und nahe durch Zuneigung. Das ist eine höchst ehrenvolle Beschreibung des von Ihm geliebten Geschlechts und gilt noch viel deutlicher für die heutige Gemeinde. Diese Nähe sollte uns zu ununterbrochener Anbetung führen. Die Auserwählten des Herrn sind die Kinder Seiner Liebe, die Höflinge Seines Palasts, die Priester Seines Tempels. Darum sind sie mehr als alle anderen verpflichtet, mit Ehrfurcht Ihm gegenüber erfüllt zu sein und sich an Ihm zu erfreuen. »Preist den HERRN!« oder »Halleluja«. Das sollte das Alpha und das Omega des Lebens eines guten Menschen sein. Lasst uns Gott in diesem Sinn in alle Ewigkeit loben! Das Feld des Lobes, das in diesem Psalm vor uns liegt, wird am Anfang und am Ende durch zwei Grenzsteine in Gestalt von Hallelujas eingefasst, und alles, was dazwischen liegt, jedes Wort, gereicht dem HERRN zur Ehre. Amen.