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Predigten zu Psalm 17,5

"Meine Schritte hielten fest an deinen Spuren, meine Tritte haben nicht gewankt."

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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ZUFRIEDEN UND VOLLER VERTRAUEN

Geistlich stabile Christen haben ein Zeugnis, das Christus ehrt. Das war beim Apostel Paulus der Fall. In Ketten gelegt, als Gefangener des Römischen Reiches, blieb er dennoch zufrieden und verlor sein Vertrauen in Gott nicht (Phil 4,11.13). Doch es gibt so viele unzufriedene Gläubige. Tatsache ist, dass die Ungläubigen nicht begreifen können, wie Gläubige, die behaupten, an einen allgenugsamen Gott zu glauben, so leben, als wäre Gott völlig kraft- und machtlos.

Vielleicht hast du auch Zeiten erlebt, wo du bedrückt warst, dich schwach gefühlt hast und nicht wusstest, wie es weitergehen soll. Du weißt, was es bedeutet, aus dem geistlichen Gleichgewicht zu fallen. Wir alle haben mit Versuchung und schweren Anfechtungen zu kämpfen. Nichtsdestotrotz ist es äußerst wichtig, dass wir standhaft bleiben, nicht nur um unseres eigenen Wohlergehens willen, sondern auch, um das Zeugnis der Christen vor der verlorenen Welt aufrechtzuerhalten. Achte darauf, dass du dich auf Gott und nicht auf dich selbst verlässt, wenn es darum geht, standhaft zu bleiben.


Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Lass meinen Gang gewiss sein nach deinem Wort."

Tut gewisse Tritte mit euren Füßen, dass nicht jemand strauchle wie ein Lahmer. Das ist eine neutestamentliche Ermahnung (Hebr. 12, 13), und der Weg, diesem freundlichen Befehl nachzukommen, wird uns in den Psalmworten gezeigt, die wir heute zur Bitte machen wollen.

Gewisse Tritte, ein gewisser Gang, ein stetes, zuverlässiges Vorwärtsschreiten ist etwas Köstliches, Freies. Leute mit solch gewissem Gang sind gesegnete Führer.

Wie wird der Gang gewiss? Wenn man ihn genau richtet nach Gottes Wort, und das Ziel unverrückt im Auge behält. Das ist der massgebende Grundsatz christlichen Lebens. Gottes uns so klar geoffenbarten Willen tun, und das von ihm als verderblich bezeichnete Übel lassen, das ist der Fußsteig, auf dem die Tritte nicht gleiten. Es wäre so einfach, so schön, wenn nur der Eigenwille nicht dazwischenkäme und den Wanderer verlockte auf falsche Pfade.

Aber der allgemeine Grundsatz muss angewendet werden auf die Einzelheiten des Lebens. Dazu nehme man sich Zeit. Vor jeder Entscheidung den Herrn in Demut um Rat fragen, willig tun oder lassen, was wir als seine Leitung erkennen, und hernach im Vertrauen den gewiesenen Weg weiter gehen, das macht den Gang gewiss und erhält das Herz im Frieden.

Weise mir, Herr, Deinen Weg, dass ich wandle in Deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bei dem Einigen, dass ich Deinen Namen fürchte.